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Montag, 23. Juli 2012

Klima-Atlas der Tagfalter Europas [kostenloses eBook]

Free eBook: Climatic Risk Atlas of European Butterflies


Schmetterlinge sind ein Frühwarnsystem für Umweltveränderungen. Wie sich die Klimaänderung in Europa auf die Tagfalter auswirkt, wurde systematisch dokumentiert. Der Klima-Atlas der Tagfalter Europas (Climatic Risk Atlas of European Butterflies) zeigt im zukünftigen Verbreitungsgebiet vieler europäischer Arten einen deutlichen Trend nach Norden. Martin Wiemers, Biologe der Universität Wien, hat sich im Rahmen dieses internationalen Projekts insbesondere auch der österreichischen Schmetterlingspopulationen angenommen.

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Free eBook: Climatic Risk Atlas of European Butterflies
10.11.11 [Letzte Aktualisierung 22.7.12] Das Vorarlberger Bloghaus verlinkt interessante Weblogs.

Donnerstag, 12. April 2012

Die EU-Vogelschutzrichtlinie



Vögel haben ein gemeinsames und barrierefreies Europa schon lange vorweggenommen, denn sie überqueren auf ihrem Zug regelmäßig den gesamten Kontinent. Jeden Herbst fliegen Millionen von Zugvögeln vom Baltikum und Skandinavien bis nach Spanien und weiter nach Afrika.


Zugvögel waren auch der Auslöser zur Schaffung der EUVogelschutzrichtlinie. In den siebziger Jahren des vergangenen Jahrhunderts gab der massenhafte Vogelfang bzw. -abschuss in verschiedenen Ländern den Anstoß, Vogelschutz auf europäischer Ebene zu regeln.

Die Vogelschutzrichtlinie ist somit die älteste und eine der wichtigsten Naturschutzvorschriften in der Europäischen Union und bietet einen umfassenden Schutz für alle in der Gemeinschaft natürlich vorkommenden wildlebenden Vogelarten.

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24.8.11/13.4.12/

Sonntag, 8. April 2012

Keine Insel: Kreatives Ökobilanzierungsmodell aus der Schweiz

In einem beachtenswerten Forschungsprojekt "Gesamt-Umweltbelastung durch Konsum und Produktion der Schweiz" wurden erstmals die gesamten Umweltbelastungen durch Konsum und Produktion der Schweiz untersucht. 

Eine Input-Output Analyse wurde nach dem Prinzip "True and Fair View" mit einer Ökobilanz verknüpft. Das auch auf andere entwickelte Staaten anwendbare Modell zeigt eines deutlich: Die globalisierte Produktions- und Handelswelt importiert nur die Güter. Die Umweltbelastung entsteht oder verbleibt häufig in den Lieferländern.

Keine Insel. Die Studie zeigt die Bedeutung der verschiedenen Wirtschaftsbranchen wie auch der Importe bezüglich ihres Beitrags zur Gesamtumweltbelastung auf. Es wird deutlich, dass dem Aussenhandel eine wichtige Rolle bei der Analyse der durch den  Konsum verursachten Umweltbelastungen zukommt.

Etwa 60 Prozent der durch die Endnachfrage verursachten Umweltbelastungen fallen im Ausland durch Importe von Gütern und Leistungen an. Der wichtigste Konsumbereich ist die Ernährung mit knapp 30 Prozent Anteil an den Gesamtbelastungen, gefolgt von Wohnen und Mobilität.

True and Fair View. Der hier entwickelte Ansatz ist für Länder, in denen der Aussenhandel eine wichtige Rolle spielt nützlich. Die methodischen Ansätze, wie zum Beispiel die Berechnungsweise der Umweltbelastung durch Importe, sind grösstenteils auch auf andere Länder übertragbar. Diese Studie kann somit einen wichtigen Beitrag leisten für die methodische Diskussion und  zur Harmonisierung auf internationaler Ebene beitragen.

Im Rahmen dieses Forschungsprojektes wurde mit der Kombination von ökonomischen Input-Output-Tabellen und verschiedenen Umweltdaten erstmals eine Datengrundlage zur Analyse der gesamten Umweltbelastungen von Konsum und Produktion aufgebaut. Vereinfachte Indikatoren wie Treibhausgase, Energiebedarf, Wasserbedarf oder die heutigen Methoden zur Berechnung eines ökologischen Fussabdrucks reichen nicht aus, um ein umfassendes Bild der Umweltbelastungen zu zeichnen, vielmehr sind eine Vielzahl von relevanten Informationen zu verketten. Damit versucht die Studie den Anforderungen gerecht zu werden, Handlungen und Entscheidungen vorzubereiten, indem sie die notwendigen Informationen für die zu beeinflussenden Entscheidungen bereitstellt. Dies sowohl für die Politik und Verwaltungsebenen als auch für die privaten Konsumentscheidungen.

Die Pilotstudie begnügt sich also nicht auf eine Insellösung und missachtet damit die Umweltbelastungen außerhalb der Schweiz ausdrücklich nicht, sondern differenziert nach inländischen und ausländischen Belastungen und zwar entlang des gesamten Lebensweges.

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Sonntag, 16. Oktober 2011

EU Treibhausgas-Emissionen 2010 gestiegen

Trotz einem nach ersten Schätzungen der Europäischen Umweltagentur (EUA) beobachteten Anstieg des Ausstoßes von Treibhausgasen um 2,4 Prozent im Jahr 2010 befinde sich die Europäische Union weiterhin auf dem besten Weg, die im Kyoto-Protokoll festgelegten Ziele zur Verringerung der Emissionen zu erreichen. Dem Anstieg 2010 ging 2009 ein Rückgang um 7 Prozent voraus, der hauptsächlich auf die wirtschaftliche Rezession und die zunehmende Erzeugung von erneuerbarer Energie zurückzuführen war.

Ersten Schätzungen für 2010 zufolge stiegen die Treibhausgasemissionen in der EU im Vergleich zu 2009 um 2,4 Prozent an (mit einer Fehlertoleranz von +/- 0,3 Prozent). Dies geschah infolge der wieder erstarkten Wirtschaft in vielen Ländern und des außergewöhnlich kalten Winters, der zu einem höheren Heizwärmebedarf führte. Die Zunahme fiel jedoch durch einen vermehrten Umstieg von Kohle auf Erdgas und das anhaltend starke Wachstum bei der Energieerzeugung aus erneuerbaren Quellen geringer aus als befürchtet.

Ausblick Österreich 2010. Die Treibhausgas-Inventur für das Jahr 2010 wird Mitte Januar 2012 fertiggestellt und veröffentlicht. Gemeinsam mit der Europäischen Umweltagentur hat das  Umweltbundesamt die österreichischen Treibhausgas-Emissionen für 2010 abgeschätzt.  Es wird ein Anstieg der THG-Emissionen von ca. 5,4Prozent auf  rund 84,4 Mio. Tonnen CO2-Äquivalent erwartet. Dieser Wert unterliegt noch erheblichen Unsicherheiten.

2009 lagen die Treibhausgas-Emissionen bei 80,1 Mio. Tonnen CO2-Äquivalent. Verursacht wird dieser Anstieg in erster Linie durch die wirtschaftliche Erholung im Jahr 2010, dies beeinflusst vor allem die Emissionen aus den Sektoren Industrie, Energieerzeugung und Verkehr.

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Quelle: EU Treibhausgas-Emissionen 2010 vermutlich gestiegen

Montag, 18. Juli 2011

ORF: EU verschwieg Gesundheitsrisiken bei Unkrautvernichtungsmittel

"EU verschwieg Gesundheitsrisiken" titelt selbst der an sich in solcher Berichterstattung vorischtig zurückhaltende ORF den Skandal, dass die EU-Kommission kurz nach Bekanntwerden der schädlichen Wirkung von Glyphosat eine Untersuchung des Mittels und weiterer Pestizide auf 2015 verschoben hat.

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Österreiche Badegewässer passen: Qualität der europäischen Badegewässer gesunken

98,9 Prozent der österreichischen Badegewässer leisten die EU-Mindestvorgaben. Das ist erfreulich. Für die gerügten gerügten Fälle muss man allerdings einschränkend erwähnen, dass die Qualitätsmessung immer eine Momentaufnhame ist und dass starke oder geringe Regenfälle gerade bei Flachwässern das Bild verzerren können. Weniger erfreulich ist allerdings der europäische Wert: Die Zahl jener Binnengewässer, die die strengeren freiwilligen EU-Leitwerte erfüllen ist aauf 69 Prozent gesunken. Für 2009 waren es immerhin noch fast Dreiviertel (74,6 Prozent).

Inhalt
Vorwort  4
1 Forderung der Europäer nach sicheren Badegewässern  5
2 EU-Rechtsvorschriften für Badegewässer und ihre Umsetzung 2010 7
3 Überwachung der Badegewässer 2010  10
4 Qualität der Badegewässer und Tendenzen der Saison 2010  12
4.1 Gesamtqualität der Badegewässer 12
4.2 Qualität der Küstenbadegewässer in der Europäischen Union  13
4.3 Qualität der Binnenbadegewässer in der Europäischen Union  14
4.4 Badegewässerqualität nach Ländern 17
4.5 Badegewässerqualität nach Meeresregionen und ihren Einzugsgebieten 20
5 Kurzzeitige Verschmutzung und Schließung von Badegewässern  32
5.1 Kurzzeitige Verschmutzung 32
5.2 Schließung von Badegewässern 33
6 Badegewässerqualität in Ihrer Umgebung 35
7 Zusammenfassung der Ergebnisse  39

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Europäische Umweltagentur: Jährlicher zusammenfassender Bericht zur Qualität der Badegewässer in den EU-Mitgliedstaaten. Veröffentlicht: 16.06.2011, pdf.
[Letzte Aktualisierung 18.7.11] 

Sonntag, 17. Juli 2011

EU-Konsultation zur Luftqualitätspolitik: Mitwirkung bis 30.9.2011 möglich

Laut Eurobarometer-Umfrage steht die Luftverschmutzung bei 36 Prozent der BürgerInnen unter den Top-5 der besorgniserregendsten Umweltprobleme. 40 Prozent nennen die Verschmutzung in den Städten als das Umweltthema No 1.

Aber: Im Jahr 2008 lebten 45 Prozent der EU-Bevölkerung in Gebieten, in denen die Feinstaubkonzentration (PM10) über den Grenzwerten lag, 49 Prozent lebten in Gebieten mit einer  NO2-Belastung über dem Jahresgrenzwert und 46 Prozent in Gebieten, in denen der Ozon-Zielwert für den Schutz der Gesundheit überschritten wurde.

Webgestützte öffentliche Konsultation. Die Europäische Kommission hat zur Überprüfung der europäischen Luftqualitätspolitik eine öffentliche Konsultation eingeleitet. Bis zum 30. September 2011 kann zu den Stärken und Schwächen des bestehenden gesetzlichen Rahmens und die Fortschritte bei seiner Umsetzung Stellung genommen werden. Die webgestützte Konsultation ist Teil eines umfassenderen Prüfprozesses, mit dem ab 2013 neue langfristige Ziele für die Luftqualitätspolitik über 2020 hinaus festgelegt werden sollen.

Im Rahmen der öffentlichen Konsultation können sich alle Interessierten  dazu äußern, wie die EU-Rechtsvorschriften für die Luftqualität optimal verbessert werden können. Die Konsultation besteht aus zwei Teilen: einem  Fragebogen für die BürgerInnen und einem für Sachverständige und Praktiker aus den nationalen Verwaltungen, regionalen und lokalen Behörden, Forschung und Unternehmen, für VertreterInnen von Interessengruppen, von Gruppen aus den Bereichen Gesundheit und Umwelt sowie von anderen Gruppen, die mit der Umsetzung der EU-Rechtsvorschriften für die Luftqualität befasst sind.

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