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Donnerstag, 9. Mai 2013

Atomkraftwerke in Europa

Das österreichische Umweltbundesamt bietet allen Interessierten Zugang zu Informationen über Atomkraftwerke in ganz Europa. Die WebGIS-Applikation liefert insbesondere Angaben zu Anlagen und Verfahren sowie relevanten Dokumenten für jeden einzelnen AKW-Standort.

Ob Armenien oder Weißrussland, Belgien oder die Ukraine – BenutzerInnen erfahren, wie viele AKW-Anlagen in den einzelnen Ländern Europas derzeit in Betrieb sind, sich in Bau befinden oder bereits stillgelegt worden sind. Dabei kann zwischen verschiedenen Darstellungsformen – vom Satellitenbild, über Landkarte bis hin zur Geländeansicht gewählt werden. Interessiert sich der /die BenutzerIn für einen konkreten Standort, liefert ein einziger Mausklick alle wichtigen Informationen über die Anzahl der am Standort befindlichen Reaktoren inklusive der spezifischen Reaktordaten. Angaben zu aktuellen Verfahren finden sich ebenso wie Links zur Google-Bildersuche und zum entsprechenden Wikipediaartikel. Darüber hinaus führen Links zu Websites über Betreiber, Aufsichtsbehörden, Strahlenfrühwarnsystemen und Nuklearinformationsabkommen.

Auch die Entfernung zum jeweils nächstgelegen AKW kann nach Eingabe von Postleitzahl oder Ort abgefragt werden. Dies kann für jeden beliebigen Ort in Europa durchgeführt werden.
Anlagen und Verfahren

Darüber hinaus gibt die Webseite detaillierte Auskunft über die einzelnen Anlagen (Reaktortyp, technischen Daten zur Brutto- und Nettoleistung, Baugeschichte,  Eigentümer,  Betreiber und Aufsichtsbehörde). Mit dem Link zum Power Reactor Information System (PRIS), einer Datenbank der Internationalen Atom Energie Behörde (IAEA) können BenutzerInnen die Erzeugungsdaten der betreffenden Anlage abrufen. Die AKW-Karte verweist auch auf alle bislang durchgeführten UVP- und SUP- Verfahren mit kerntechnischem Bezug sowie zu den aktuellen EU-Stresstestberichten und den 2011 Länderberichten zur Vertragsstaatenkonferenz der Konvention über Nukleare Sicherheit. Auch alle aktuellen bilateralen Nuklearinformationsabkommen Österreichs mit anderen Staaten können abgerufen werden.

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Samstag, 29. September 2012

{News-Scanner} Gas gegen Europa

Russland erwägt Energieminister Alexander Nowak zufolge einen Gasrabatt für Moldawien im Tausch gegen Zugeständnisse. 

Bedingung dafür sei, dass das Land den Vertrag mit der Europäischen Energiegemeinschaft kündigt. „Das ist eine Voraussetzung für einen Preisnachlass beim Gas und die Regelung der moldawischen Gasschulden bei Russland in Höhe von 4,1 Milliarden US-Dollar“, sagte Nowak kurz vor dem Treffen zwischen Präsident Wladimir Putin und dem moldawischen Regierungschef Vlad Filat in Sotschi. Das berichtet RIA Novost Online.

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RIA NOVOSTI: Russland drängt Moldawien mit Gasrabatt zu Abkehr von EU
30.9.12  [Letzte Aktualisierung  30.9.12] Das Vorarlberger Bloghaus verlinkt interessante Weblogs.

Sonntag, 16. September 2012

Hollande will AKW Fessenheim schliessen

Bildquelle: Rémi Stosskopf (fr) via Wikimedia 
Das umstrittene  und  für den Atomwiderstand symbolträchtige Atomkraftwerk im französischen Fessenheim nahe der deutschen Grenze wird bis Ende 2016 endgültig abgeschaltet.

Das Kernkraftwerk Fessenheim (französisch Centrale Nucléaire de Fessenheim, Kürzel FSH) ist eine französische Nuklearanlage aus den 1970er Jahren, bestehend aus zwei Druckwasserreaktoren; es ist das derzeit (2012) älteste noch in Betrieb befindliche französische Kernkraftwerk.

Das Kraftwerk befindet sich knapp zwei Kilometer südöstlich des Ortes Fessenheim (Haut-Rhin/Oberelsass) am Rheinseitenkanal (Grand Canal d’Alsace), gut einen Kilometer westlich der Grenze zu Deutschland, etwa je knapp 25 Kilometer entfernt von den Städten Colmar und Mülhausen/Mulhouse (F) sowie Freiburg im Breisgau (D).

Am 14. September 2012 gab der französische Staatspräsident François Hollande bekannt, dass das Kernkraftwerk Ende 2016 stillgelegt werden solle.

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ATOM-Ticker von Dr. Hans Peter MARTIN: Hollande verkündet Stilllegung: AKW Fessenheim geht Ende 2016 vom Netz
Biografie Dr. Hans-Peter MARTIN
17.9.12  [Letzte Aktualisierung  17.9.12] Das Vorarlberger Bloghaus verlinkt interessante Weblogs.

Sonntag, 15. Juli 2012

Wie ernst nimmt China die Energiewende?

Thesenpapier von Hans-Peter Martin, Mitglied des Europäischen Parlaments und Mitglied der Delegation für die Beziehungen zur Volksrepublik China, auf Basis eines Dossiers des parlamentarischen Mitarbeiters Konstantin D. A. Scheller - 11.7.2012

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[ATOM-Ticker] Wie ernst nimmt China die Energiewende?
[Letzte Aktualisierung 14.7.12]

Dienstag, 10. Juli 2012

Intelligente Mess-Systeme: Verbraucherprofile der Energieversorger als Datenschutzleck

Bild via Wikimedia Commons
Der Europäische Datenschutzbeauftragte (EDSB) warnt: Verbraucherprofile werden weit mehr als den Energieverbrauch erfassen, wenn nicht angemessene Schutzmaßnahmen ergriffen werden.

Die Einführung intelligenter Messsysteme in ganz Europa mag zwar Nutzen bringen, wird aber auch die massive Sammlung personenbezogener Daten ermöglichen, mit denen verfolgt werden kann, was die Mitglieder eines Haushalts in ihren eigenen vier Wänden tun, ob sie im Urlaub oder auf der Arbeit sind, ob sie spezielle medizinische Geräte oder ein Babyphon benutzen, wie sie ihre Freizeit verbringen, und so weiter.

Diese Muster können zwar nützlich sein, um den Energieverbrauch für Energiesparzwecke zu analysieren. Zusammen mit Daten aus anderen Quellen ist das Potenzial für Data-Mining jedoch sehr bedeutsam. Muster und Profile können für viele Zwecke genutzt werden, Marketing, Werbung und Preisdiskriminierung durch Dritte eingeschlossen.

Im Lichte dieser Risiken begrüßt der Europäische Datenschutzbeauftragte (EDSB) zwar die Bemühungen der Kommission, den Mitgliedsstaaten Hilfestellung zu geben. Insbesondere begrüßt der EDSB den Plan, ein Muster für Datenschutzfolgenabschätzungen zu entwickeln und es der Artikel-29 Datenschutzgruppe zur Stellungnahme zu übermitteln. Gleichzeitig bedauert der Europäische Datenschutzbeauftragte (EDSB) jedoch, dass die Kommission in der Empfehlung* selbst keine genauere, umfassendere und praktischere Hilfestellung gegeben hat.

Der Europäische Datenschutzbeauftragte empfiehlt unter anderem:
  • mehr Hilfestellung zur Rechtsgrundlage der Datenverarbeitung und den Wahlmöglichkeiten betroffener Personen, einschließlich der Regelmäßigkeit von Zählerständen; 
  • eine Verpflichtung zum Einsatz datenschutzfreundlicher Technologien ("PETs") und anderer bester verfügbarer Techniken, um Datensparsamkeit zu gewährleisten; 
  • mehr Hilfestellung zum Thema Speicherfristen; 
  • einen direkten Zugang für Kunden zu ihren Energieverbrauchsdaten und ihren individuellen Profilen, die Offenlegung der Logik der für Data-Mining verwendeten Algorithmen gegenüber Kunden, sowie 
  • die Bereitstellung von Informationen über die Möglichkeit der Fern-Ein-/Ausschaltung
Der Europäische Datenschutzbeauftragte (EDSB). Der (EDSB) ist eine unabhängige Behörde, deren Aufgabe es ist, dafür zu sorgen, dass der Schutz personenbezogener Daten und der Privatsphäre gewährleistet ist und bewährte Verfahren in den Organen und Einrichtungen der EU gefördert werden. Er erfüllt diese Aufgabe, indem er
  • die Verarbeitung personenbezogener Daten durch die EU-Verwaltung überwacht, 
  • in Bezug auf politische Maßnahmen und Rechtsvorschriften, die sich auf den Schutz der Privatsphäre auswirken, beratend tätig ist und 
  • mit vergleichbaren Behörden zusammenarbeitet, um einen kohärenten Datenschutz sicherzustellen.
*Am 8. Juni 2012 hat der Europäische Datenschutzbeauftragte (EDSB) seine Stellungnahme zur Empfehlung der Kommission zu Vorbereitungen für die Einführung intelligenter Messsysteme abgegeben.

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Sonntag, 17. Juni 2012

Österreichs Bundesländer einmütig gegen Subventionen für AKWs in der EU

Die Landesumweltreferenten der österreichischen Bundesländer haben sich gegen direkte und indirekte Subventionen für Atomkraftwerke in der EU ausgesprochen. 

Bei der Tagung im Vorarlberger Landhaus (15.6.12) wurde ein entsprechender Beschluss gefasst:

"Nicht zuletzt auf Grund der Katastrophenereignisse im vergangenen Jahr untermauern die Bundesländer ihre kritische Haltung gegenüber der Atomenergie an sich und lehnen direkte und indirekte Subventionierungen von Atomkraftwerken innerhalb der Europäischen Union ab. Bei bestehenden Atomkraftwerke werden die eingeführten Stresstests zur Sicherheit dieser Anlagen als unzureichend erachtet und sollte auf eine Verbesserung der Qualitätsstandards dieser Risikoanalysen sowie eine Verbesserung der Transparenz der Prüfverfahren hingewirkt werden."

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Montag, 11. Juni 2012

AKW in Frankreich und Spanien viel zu wenig vor Tsunami geschützt

 [ATOM-Ticker] Glück im Unglück hatten wir mit den jüngsten Erdbeben in Italien. Bei ihnen befand sich das Epizentrum unter dem Festland und nicht auf offener See, etwa im Mittelmeer oder im Atlantik. Nach der Tsunami-Katastrophe an Weihnachten 2004 in Thailand und Indonesien wurde zwar vor Europa ein Frühwarnsystem installiert. Doch es ist noch voller Lücken, wie nun die Antworten auf parlamentarische Anfragen von H.P. Martin ergeben. EU-Krisenreaktions-Kommissarin Kristalina Georgieva gab darin zu, dass „mindestens zusätzlich 20-30 Gezeitenmeßgeräte installiert werden müßten, wo sie am dringendsten erforderlich sind, um eine vollständige Überwachung des Mittelmeeres zu gewährleisten.“

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Aufgedeckt: AKW in Frankreich und Spanien viel zu wenig vor Tsunami geschützt
[Letzte Aktualisierung 10.6.12]

Freitag, 1. Juni 2012

Atomstrom-Import: Österreich ist 33 Jahre nach Zwentendorf-Abstimmung noch immer nicht atomfrei

Überall in Europa stehen Atomkraftwerke. Auch in Zwentendorf in Niederösterreich. Doch ans Netz gegangen ist das einzige österreichische AKW nie. Grund ist der Volksentscheid vom 5. November 1978, bei dem sich 50,4 Prozent der Österreicher gegen die Nutzung von Atomkraft ausgesprochen haben. Ist Österreich also das Musterland für alternative Energienutzung?

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[ATOM-Ticker] Atomstrom-Import: Österreich ist 33 Jahre nach Zwentendorf-Abstimmung noch immer nicht atomfrei
/[Letzte Aktualisierung 1.6.12] VB

Dienstag, 29. Mai 2012

EU27: Im 2.Halbjahr 2011 stiegen die Strompreise für Haushalte 6,3 Prozent und Gaspreise um 12,6 Prozent

In der  EU27 stiegen die Strompreise für Haushalte zwischen dem zweiten Halbjahr 2010 und dem zweiten Halbjahr 2011 um 6,3 Prozent, nach einem Anstieg in Höhe von 5,6 Prozent zwischen dem zweiten Halbjahr 2009 und 2010. 

Die Gaspreise für Haushalte erhöhten sich zwischen dem zweiten Halbjahr 2010 und dem zweiten Halbjahr 2011 um 12,6 Prozent in der EU27, nach einem Anstieg in Höhe von 7,5 Prozent zwischen dem zweiten Halbjahr 2009 und 2010.

Veränderung der Strompreise reichte von -5 Prozent in Luxemburg bis +27 Prozent in Lettland. Zwischen dem zweiten Halbjahr 2010 und dem zweiten Halbjahr 2011wurden die höchsten Anstiege bei den Strompreisen für Haushalte in Landeswährung in  Lettland (+27 Prozent),  Zypern (+19 Prozent),  Portugal  und Spanien (je +13 Prozent) und dem Vereinigten Königreich (+12 Prozent) verzeichnet und der einzige Rückgang in Luxemburg (-5 Prozent). In Litauen, Malta und Finnland blieben die Preise stabil bzw. nahezu unverändert.

In Euro ausgedrückt waren die durchschnittlichen Strompreise für Haushalte in Bulgarien (8,7 Euro pro 100 kWh), Estland (10,4) und  Rumänien (10,9) im zweiten Halbjahr 2011 am niedrigsten und in  Dänemark (29,8), Deutschland (25,3), Zypern (24,1) und Belgien (21,2) am höchsten. Der durchschnittliche Strompreis in der EU27 betrug 18,4 Euro pro 100 kWh.

In Kaufkraftstandards (KKS) ausgedrückt wurden die niedrigsten Strompreise für Haushalte in  Finnland (11,4 KKS pro 100 kWh), Frankreich (12,6) und Griechenland (13,5) verzeichnet und die höchsten in Zypern (26,7), Ungarn (26,4), der Slowakei (24,9) und Deutschland (24,2).

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Strompreise für Haushalte* einschließlich aller Steuern
[Letzte Aktualisierung 30.5.12]