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Dienstag, 6. Dezember 2016

[ zzz archiv ] Europa für internationale Jugendarbeit: Glossar Europasprech

Wie "Europasprech" funktioniert und warum alles so kompliziert ist – das erläutert die deutsche Naturfreundejugend auf 80 Seiten in einer sehr handlichen und informativen Broschüre.

Die Broschüre (siehe Downloadadresse weiter unten) wurde anläßlich der deutschen EU-Ratspräsidentschaft im ersten Halbjahr 2007 aufgelegt. Weil dazu die Fragen und Erfahrungen von vielen jungen Menschen genutzt wurden, die ihre eigenen Erfahrungen mit Europa gemacht haben, ist ein jugendarbeitnahes wie informatives kleines Wörterbuch entstanden, das von "Acquis Communautaire/aquis communautaire" bis "Zustimmungsverfahren/assent procedure" reicht.

Konferenzenglisch. Es finden sich so die wichtige Begriffe der Europapolitik, der europäischen Jugendpolitik, der Europäischen Union und des Europarates in alphabetischer Reihenfolge. Besonders fein ist die Nutzung des Glossars und weiterer Informationen über einen eigenen Webauftritt mit vielen weiteren Hilfmsitteln, insbesondere das Abkürzungsverzeichnis zur Europäischen Jugendpolitik von "AC [CC], Advisory Council (of the Council of Europe)" bis "YAP [AJP], Youth Action for Peace" .

Für an der Europarbeit interessierte Jugendorganisationen und deren Kader ein fast unverzichtbares Hilfsmittel um Jugendarbeit im EU-Rahmen zu verstehen und sich darüber zu verständigen. Zum Verständigen ist auch das kleine Glossar "Europäisches Konferenz-Englisch"  äußerst nützlich. Mögen auch Englisch-Lehrer oder gar Native speakers darüber die Nase rümpfen, diesen kurz gefassten "Konferenz-Dialekt" zu verstehen ist für die internationale Arbeit unabdingbar.


[Heimat Politik Menschen]

Sonntag, 20. Dezember 2015

[ #menschenrechte ] Kurze Geschichte der Kinderrechte

Die Pädagogin Ellen Key erklärte 1902 das 20. Jahrhundert zum Jahrhundert des Kindes. Trotzdem wartet die Umsetzung im 21. Jahrhundert noch an etlichen Punkten.

Bis in die Neuzeit wurde das Kind als Besitz seiner Eltern beziehungsweise seines Vaters angesehen. Diese bestimmten über sein Leben, seine Ausbildung und seine Arbeitskraft; das Kind schuldete Gehorsam.

Erst während der Industrialisierung und durch die Einführung der Schulpflicht begann die «bürgerliche Gesellschaft» zwischen der Welt der Kinder und derjenigen der Erwachsenen zu unterscheiden, und dies veränderte die Diskussion. Die erhöhte Aufmerksamkeit, die den Menschenrechten seit der Unabhängigkeitserklärung der USA (1776) und der Revolution in Frankreich (1789) zuteil wurde, führte auch zu vertiefter Auseinandersetzung mit der Situation der Kinder.

So wurde in Großbritannien 1833 die Fabrikarbeit für Kinder unter 9 Jahren durch den English Factories Act verboten, und 1842 wurde die Untertagearbeit durch den Mines Act begrenzt. 1896 führte das Bürgerliche Gesetz in Deutschland Strafen für Eltern ein, die ihre Kinder misshandelten oder sich nicht ausreichend um sie kümmerten.

Schritte:
  • Die Genfer Erklärung vom 24. September 1924
  • Die Erklärung der Rechte des Kindes vom 20. November 1959
  • Die UNO-Pakte von 1966
  • Das Internationale Jahr des Kindes 1979
  • Das Übereinkommen über die Rechte des Kindes (UN-Kinderrechtskonvention) vom 20. November 1989
  • Die Zusatzprotokolle zur UN-Kinderrechtskonvention
[Heimat✔ Politik Menschen✔] ⇒

Freitag, 21. November 2014

[ #wettbewerbe ] Schreibwettbewerb für junge Europäer - Frist 27.2.2015

So ähnlich, so verschieden, so europäisch.

Welche Erfahrungen 18- bis 25jährige Europäerinnen und Europäer in der auf 28 EU-Staaten gewachsenen Europäischen Union gemacht haben und wie die EU der 28 die Herausforderungen der Zukunft meistern kann, fragt die Europäische Kommission in einem Schreibwettbewerb.

Noch bis zum 27. Februar 2015 können junge Autor(inn)en einen Text von maximal 1000 Wörtern einsenden. Nationale Jurys wählen pro Mitgliedsland einen Gewinner aus; als Preis winkt ein dreitägiger Brüssel-Besuch im Mai 2015. Die Texte können in jeder EU-Amtssprache verfasst werden.
Mehr erfahren. Dies ist nur der Hinweis  auf einen Beitrag eines hier verlinkten Weblogs, einer Website oder eines Downloads. Mehr erfährt man, wenn man den untenstehenden Links folgt!
[Heimat✔ Politik✔ Menschen✔] ⇒

Mittwoch, 9. April 2014

[ #EU ] Glossar amtlicher und halbamtlicher EU-Begriffe

Alle Rechtsvorschriften sowie Dokumente von Bedeutung werden in der EU in dreiundzwanzig Sprachen veröffentlicht. Amtliche Dokumente stehen mindestens in den Sprachen zur Verfügung, die zum Zeitpunkt ihrer Veröffentlichung Amtssprachen waren. Andere werden in Englisch, Französisch und Deutsch veröffentlicht. 

Glossar. Damit daraus kein Babylon wird stehen zwei Nachschlagewerke zur Verfügung. Das Glossar enthält 233 Begriffe zum europäischen Einigungswerk sowie zu den Institutionen und Tätigkeitsbereichen der Europäischen Union. Es wird regelmäßig aktualisiert und enthält so auch die zwischenzeitlich vorgenommenen Änderungen sowie die Neuerungen, die (durch die Europäische Verfassung) eingeführt werden sollen. Doch die "offizielle Sprache" ist nur eine Sache. Die andere ist die: Mitarbeiter der EU-Organe und der Medien, die sich mit EU-Fragen befassen, verwenden häufig einen "EU-Jargon", d.h. Ausdrücke, die eigentlich nur sie verstehen, für sie aber möglicherweise eine Selbstverständlichkeit sind.

EU-Jargon. Dieser EU-Jargon ist für den normalen Bürger oft unverständlich. Deshalb gibt es dazu den lexikalischen Sprachführer "EU-Jargon". Dieser Leitfaden enthält keine rein technischen oder juristischen Begriffe oder in nur einer Sprache verwendeten Ausdrücke. Erläuterungen der technischen und juristischen Begriffe finden sich im Glossar.

Das Glossar enthält 233 Begriffe zum europäischen Einigungswerk sowie zu den Institutionen und Tätigkeitsbereichen der Europäischen Union.


Amts- und Arbeitssprachen. Die 23 Amts- und Arbeitssprachen der Europäischen Union sind Bulgarisch, Dänisch, Deutsch, Englisch, Estnisch, Finnisch, Französisch, Griechisch, Irisch, Italienisch, Lettisch, Litauisch, Maltesisch, Niederländisch, Polnisch, Portugiesisch, Rumänisch, Schwedisch, Slowakisch, Slowenisch, Spanisch, Tschechisch und Ungarisch.

Die ersten Amts- und Arbeitssprachen der EU wurden durch die 1958 erlassene erste Gemeinschaftsverordnung festgelegt. Dabei handelte es sich mit Deutsch, Französisch, Italienisch und Niederländisch um die Sprachen der damaligen Mitgliedstaaten. Da seitdem viele Länder der Europäischen Union beigetreten sind, ist auch die Zahl der Amts- und Arbeitssprachen gestiegen. Es gibt jedoch weniger Amtssprachen als Mitgliedstaaten, da einige Länder dieselben Sprachen verwenden. So sind beispielsweise die Amtssprachen in Belgien Niederländisch, Französisch und Deutsch, und auf Zypern ist die Amtssprache Griechisch, das dort von der Mehrheit der Bevölkerung gesprochen wird.

[Heimat✔ Politik✔ Menschen✔] ⇒

Dienstag, 22. Oktober 2013

[ zzz archiv ] Lampedusa: Die Medien als Wegbereiter verfehlter EU-Politik?

Nur 130 Kilometer vor der tunesischen Küste gelegen, erlangte die italienische Insel Lampedusa im Zug des Arabischen Frühlings überregionale Bekanntheit. 

Ab März 2011 versuchten Tausende nordafrikanischer Kriegsflüchtlinge, über die größte Pelagische Insel in die Europäische Union zu gelangen. Wenngleich die europäischen Staaten der politischen Bewegung in Nordafrika aufgeschlossen gegenüberstanden, im Fall Libyens teils sogar militärisch eingriffen, zeigten sie sich in Bezug auf Migration ablehnend.

Daniele Saracino untersuchte im Auftrag des ifa-Forschungsprogramms (Institut für Auslandsbeziehungen, Stuttgart) die Rolle von Politik und Medien im öffentlichen Diskurs zur Migrationsbewegung. Vor allem die Regierung Italiens unter Berlusconi versuchte, durch populistische Statements die Bevölkerung gegen die erwartete Flüchtlingswelle einzunehmen. Auch deutschsprachige Medien befürchteten eine unkontrollierte Welle (Süddeutsche Zeitung), zunehmenden Terrorismus (Spiegel Online) oder sprachen von "Wirtschafts-Flucht" (Die Welt).

Saracino zeigt auf, dass europäische Politiker sich einer Gefahrenrhetorik bedienten, die von den Medien mehr oder minder unkommentiert weiterkommuniziert wurde. Zusammenhänge, Hintergründe oder die Verhältnismäßigkeit der genannten Fakten wurden kaum verbreitet, so Saracino. EU-Innenkommissarin Cecilia Malmström urteilte 2012, Europa habe die Flüchtlinge im Stich gelassen. Bis Anfang 2012 nahm die EU lediglich 600 Flüchtige auf, mehr als 1.500 Menschen starben laut UN allein 2011 beim Versuch, das Mittelmeer zu überqueren. Im Fall von Lampedusa seien die Medien ihrer Aufgabe der differenzierenden Berichterstattung nicht ausreichend nachgekommen, urteilt Saracino, und das mit verheerenden Folgen.

[H.eimat✔ P.olitik✔ M.enschen✔]⇒ Lohnt sich ein Download? Ein schneller Blick auf den Inhalt:
Vorwort 5
 1. Konfliktpotenziale beim Thema Migration nach Europa 7
 2. Die Frontex-Operation „Hermes“ 8
 3. Die Vorschläge der Kommission 10
 4. Das Vorgehen einzelner Mitgliedsstaaten 11
 5. Den Mythen der Migration begegnen 15
 Literatur 17
 Zum Autor 21

Freitag, 4. Oktober 2013

Praxisbuch zum Strukturierten Dialog

Ein Dialog ist ein Zwiegespräch, bei dem nicht nur einer spricht und der andere zuhört, sondern beide Seiten wechselseitig etwas zum Gelingen des Gesprächs beitragen. So soll es auch mit dem Strukturierten Dialog der EU mit der Jugend sein.

Praxisbuch erklärt. Ein Praxisbuch erklärt, was sich genau hinter dieser etwas sperrigen Bezeichnung "Strukturierte Dialog" verbirgt und welche Möglichkeiten dieser konkret bietet.

Die auch als PDF vorliegende  Broschüre für Fachkräfte und Multiplikatoren/-innen der Jugendarbeit versucht, Licht ins Dunkel zu bringen, und dazu motivieren, im Rahmen des Strukturierten Dialogs aktiv zu werden. Der erste Teil beschreibt ausführlich, welche Idee und welches Konzept sich hinter dem Strukturierten Dialog verbergen und wie er derzeit umgesetzt wird. Der zweite Teil liefert Anregungen und praktische Tipps für diejenigen, die mit eigenen Aktivitäten und Projekten zum Strukturierten Dialog aktiv werden wollen.

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Lohnt sich ein Download? Ein rascher Blick auf das Inhaltsverzeichnis
Einleitung 7

1.Den Strukturierten Dialog verstehen:
Idee, Konzept und Umsetzung 9
Idee und Konzept: Jugendbeteiligung durch Dialog mit Struktur 11
Der gemeinsame Bezugspunkt: Die EUJugendstrategie 13
Schrittmacher: Die zeitlichen Vorgaben 14
Mehr als bloß reden: Die Kernelemente des Dialogs 14
Einwurf: Was heißt Partizipation? 17
Rückblick: Vom Weißbuch zum Strukturierten Dialog 19
Die Umsetzung: Der Strukturierte Dialog in der Praxis 23
Mit klarem Rahmen: Der Strukturierte Dialog seit 2010 23
Auf gutem Weg: Zum Stand der Umsetzung in Deutschland 28
Pionierarbeit: Der Strukturierte Dialog zum Thema »Jugendbeschäftigung« 30
Was hat der Strukturierte Dialog bislang gebracht? Erste Einschätzungen 34
Neue Runde, neues Thema: Der Strukturierte Dialog ab Juli 2011 35
Der Strukturierte Dialog unter der Lupe: Erfahrungen und Erwartungen in der Analyse 37

2. Den Strukturierten Dialog mit Leben füllen: 
Tipps für die Praxis 43
Aller Anfang ist schwer: Wie man es angeht 44
Wie zwei vom anderen Stern? Worauf man achten sollte 49
Grau ist alle Theorie: Beispiele gelungener Praxis 52
Europa geht weiter: Der Strukturierte Dialog in Sachsen-Anhalt 53
Ein Netz von Aktivitäten und Kooperationen: Der Strukturierte Dialog in Bremen 54
Chance Europa 2020: Der Strukturierte Dialog mal international 55
Den Dialog kreativ gestalten: 10 Methoden, die funktionieren 57
  • Tabu 58 
  • Krimis, Schnulzen und Komödien 59
  • Alles an Bord? 60
  • Fishbowl 61
  • World Café 62
  • Das Thema kommt auf den 
  • (Frühstücks-)Tisch 63
  • Schlagabtausch der Meinungen 64
  • Cook & Talk 65
  • Picture it! 66
  • Come in Contract 67
Ohne Moos nichts los: Fördermöglichkeiten für Projekte zum Strukturierten Dialog 69
Speziell dafür gemacht: Die Aktion 5.1 bei JUGEND IN AKTION 69
Weitere Fördermöglichkeiten 71

3.Anhang 73
Ein Papier mit Wirkung: Die EU-Jugendstrategie 73
Zum Weiterlesen: Literaturtipps 77
Glossar 79
Der Deutsche Bundesjugendring 83
Impressum 83

Samstag, 12. Januar 2013

[ zzz archiv ] Europäisches Zentrum zur Bekämpfung der Cyberkriminalität eröffnet

Seit 11. Januar 2013 ist das neue Europäische Zentrum zur Bekämpfung der Cyberkriminalität bei der Europol (Den Haag) funktionsfähig.

Cyberkriminelle sind clever und setzen neue Technologien direkt für kriminelle Zwecke ein. Täglich sind etwa eine Million Menschen weltweit Opfer einer Form von Cyberkriminalität. Schätzungen zufolge verlieren Opfer weltweit rund 290 Mrd. EUR pro Jahr aufgrund von Cyberkriminalität.Das Zentrum soll Erfahrungen und Information bündeln, strafrechtliche Ermittlungen unterstützen und EU-weite Lösungen fördern.

Mit dem Zentrum will die EU wesentlich effizienter und zukunftsorientierter gegen Cyberkriminalität vorgehen und angeblich auch ein freies, offenes und sicheres Internet verteidigen.  Als Mittelpunkt der operationellen investigativen und forensischen Unterstützung soll das Zentrum das entsprechende Knowhow sammeln und verbreiten.

Das Zentrum wird ferner Forschung und Entwicklung erleichtern, die gezielte Schulung von Strafverfolgern, Richtern und Staatsanwälten gewährleisten und Bewertungen der Bedrohungen, einschließlich Trendanalysen und Frühwarnung, erstellen. Um mehr Cyberkriminalitätsnetze zu zerschlagen, will das Zentrum die einschlägigen Daten sammeln und verarbeiten und den Strafverfolgungseinheiten in den EU-Staaten ein Helpdesk für Cyberkriminalität bieten.

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Website des Zentrums zur Bekämpfung der Cyberkriminalität
Google Search: Europäisches Zentrum zur Bekämpfung der Cyberkriminalität
15.1.13 [Letzte Aktualisierung 15.1.13] Das Vorarlberger Bloghaus verlinkt interessante Weblogs.

Dienstag, 23. Oktober 2012

[ zzz archiv ] PolitCamp e.V.

In Hamburg wurde der PolitCamp e.V. gegründet.  

Ursprung des Vereins ist die gleichnamige jährlich stattfindende Veranstaltung die seit 2009 jedes Jahr über 600 Interessierte aus Web, Politik und Medien zusammen bringt, um über netz- und medienpolitische Themen zu diskutieren.

„Die Gründung des Vereins ist der logische nächste Schritt. Wir stellen das PolitCamp damit auf eine solidere Grundlage und schaffen mehr Möglichkeiten für weitere Veranstaltungen“, erklärte Valentin Tomaschek, Initiator des PolitCamp und neugewählter Geschäftsführer des Vereins.


Der Verein will die netz- und medienpolitischen Diskussionen fördern, um weiterhin einen offenen und konstruktiven Austausch zu ermöglichen und die Vernetzung netzpolitischer Kompetenzen überparteilich unterstützen. Darüber hinaus  sollen netz- und medienpolitische Diskussionen innerhalb der Parteien voran getrieben und die medienpolitischen Kompetenzen bei Kindern und Jugendlichen gefördert werden. Die Ziele will der Verein wie gewohnt mit dem zusammenführen von  Unternehmen, Interessens- und
Medienvertretern, Experten und Politikern aller Couleur erreichen. „Die Erfahrungen der letzen drei Jahre  haben gezeigt, dass es auch über die jährlich stattfinden PolitCamps hinaus den Bedarf gibt, parteiübergreifend einen Austausch zu netz- und medienpolitischen Themen zu führen.

Die Nutzung neuer Medien wirft Fragen und Problemstellungen auf, für die ein kontinuierlicher Kompetenzaustausch notwendig ist. Daher werden wir nun auch kleinere Veranstaltungen zu einzelnen Themen der Netzpolitik durchführen“, so Ralph Makolla, neugewählter Vorsitzender des Vereins. Zu den Gründungsmitgliedern des Vereins gehören neben den „Netzbewohnern“ auch viele Mandatsträger aus dem Europaparlament, den Landtagen und dem Deutschen Bundestag. Unter anderem sind Abgeordnete wie Peter Tauber, Lars Klingbeil, Manuel Höferlin, Konstantin von Notz, Petra Sitte, Thomas Jarzombek, Johannes Kahrs und Matthias Groote als Gründungsmitglieder mit an Bord.

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PolitCamp e.V.
10.8.11  [Letzte Aktualisierung  26.10.12] Das Vorarlberger Bloghaus verlinkt interessante Weblogs.

[ zzz archiv ] Medienmonopoly: Die 50 weltweit größten Medienkonzerne 2012

Einige Medienkonzerne verfügen über Budgets in der Höhe von Nationalstaaten. Bertelsmann - Europas größter Medienkonzern im weltweiten Ranking auf Platz 8.  

Die Top Ten:
  • 1. Comcast/NBCUniversal, LLC (Philadelphia / USA) € 40,116 Mrd.
  • 2. The Walt Disney Company (Burbank / USA) € 29,377 Mrd.
  • 3. Google Inc. (Mountain View/ USA) € 27,231 Mrd.
  • 4. News Corp. Ltd. (New York/ USA) € 23,998 Mrd.
  • 5. Viacom Inc./CBS Corp. (New York / USA) € 20,948 Mrd.
  • 6. Time Warner Inc. (New York / USA) € 20,815 Mrd.
  • 7. Sony Entertainment (Tokyo / JP ) € 16,750 Mrd.
  • 8. Bertelsmann SE & Co. KGaA (Gütersloh/GER) € 15,253 Mrd.
  • 9. Vivendi S.A. (Paris/ Frankreich) € 12,486 Mrd.
  • 10. Cox Enterprises Inc. (Atlanta / USA) € 10,560 Mrd.
Von Old Economy zu New Economy. Als Motoren und Moderatoren der Globalisierung haben die Medienkonzerne wirtschaftliche und meinungsbildende Macht. Der aktuellen Herausforderung, ihre Geschäftssparten der Old Economy mit denen der New Economy zu verbinden, begegnen sie durch Umstrukturierungen, Kooperationen oder Fusionen mit Spezialanbietern (Werbevermarkter) oder gewachsenen Plattformen (YouTube). Technischer Fortschritt und Konkurrenzdruck treiben Großkonzerne an, ihre Geschäftsfelder auf nationalen und internationalen Märkten auszuweiten. Dazu gehen sie auch Partnerschaften mit Finanzinvestoren ein, deren Einfluss in einigen Medienkonzernen erheblich ist.

Ranking. Für das Ranking der weltweit größten Medienkonzerne werden Medienkonzerne als Unternehmen definiert, die publizistische Inhalt in Massenmedien verantwortlich erstellen und /oder verbreiten sowie maßgebliche Teile ihres Umsatz mit Erlösen aus Rechten/Lizenzen und /oder Werbung erzielen.

Ferner werden Konzerne berücksichtigt, die durch Produktion und /oder Distribution maßgeblichen Einfluss auf die kommunikative Umwelt eines breiten Publikums haben. Da etwa manche US-amerikanische Kabelnetzbetreiber maßgeblich auf die Verbreitung von Programminhalten einwirken und selbst als Inhalteproduzenten auftreten, finden diese sich im Ranking der Medienkonzerne wieder. Die Präsentation der Medienkonzerne erfolgt in Form von Rankings.

Aufgeführt wird jeweils der Mutterkonzern (z. B. News Corporation), auch wenn ein Tochterunternehmen (z. B. BSkyB) für sich allein den Umsatz in der Größenordnung konkurrierender Konzerne aufweist. Die Größe eines Konzerns bemisst sich dabei am Medienumsatz des jeweils letzten Geschäftsjahres. Basis für die Umsatzzahlen ist der Betrag in Originalwährung.

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Ranking - Die 50 größten Medienkonzerne 2012
Medienmonopoly - Die 50 weltgrößten Medienkonzerne 2011
26.10.12  [Letzte Aktualisierung  26.10.12] Das Vorarlberger Bloghaus verlinkt interessante Weblogs.

Mittwoch, 19. September 2012

{News-Scanner} Verursacht Genmais Tumore?

In Europa zum Verzehr freigegeben.

Zum Anbau ist die Genmaissorte NK 603 des Monsanto-Konzerns in Europa nicht zugelassen, darf aber für die Lebensmittelherstellung verwendet werden. Forscher stellen nun fest: Tiere, die mit dem Produkt gefüttert werden, bekommen mehr Tumore und sterben früher. Die französische Regierung ist aufgeschreckt und verlangt von der EU, "menschliche und tierische Gesundheit zu schützen". Das berichtet n-tv und:

Gleich drei französische Minister forderten die EU zum Handeln auf. "Die Regierung wird von den europäischen Behörden verlangen, alle Maßnahmen zu ergreifen, die nötig sind, um die menschliche und tierische Gesundheit zu schützen", heißt es in einer gemeinsamen Mitteilung.

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In Europa zum Verzehr freigegeben: Genmais verursacht Tumore
20.9.12  [Letzte Aktualisierung  20.9.12] Das Vorarlberger Bloghaus verlinkt interessante Weblogs.

Sonntag, 9. September 2012

Mangelnde Lesekompetenz in der EU: Mitgliedstaaten müssen handeln

Die Europäische Union muss ihre Politik zur Anhebung des Alphabetisierungsniveaus überdenken, so eine hochrangige Gruppe von Sachverständigen, die EU-Kommissarin Androulla Vassiliou mit der Untersuchung dieses Themas beauftragt hatte. 

Jedem fünften Jugendlichen im Alter von 15 Jahren und nahezu 75 Millionen Erwachsenen fehlt es an grundlegenden Lese- und Schreibfertigkeiten; das erschwert ihnen den Zugang zum Arbeitsmarkt und erhöht das Risiko, in Armut abzusinken und aus der Gesellschaft herauszufallen.

Ratschläge. Der 80 Seiten starke Bericht enthält ein breites Spektrum an Ratschlägen: Diese reichen vom Ratschlag an die Eltern, Lesen in der Familie als Freizeitbeschäftigung zu kultivieren, über den Vorschlag, Bibliotheken an ungewöhnlichen Orten einzurichten (etwa in Einkaufszentren), bis hin zur Forderung, mehr Männer für den Lehrberuf zu gewinnen, die dann als Vorbilder für Jungen fungieren können, die sehr viel weniger lesen als Mädchen. Weiter werden spezifische Empfehlungen für bestimmte Altersgruppen vorgelegt: allgemeine und kostenlose hochwertige frühkindliche Betreuung, Bildung und Erziehung, mehr speziell für den Leseunterricht ausgebildete Lehrkräfte an Grundschulen, eine veränderte Einstellung zu Lese- und Schreibstörungen (Legasthenie) aufgrund der Annahme, dass fast jedes Kind mit geeigneter Förderung lesen lernen kann, sowie vielfältigere Lernmöglichkeiten für Erwachsene, insbesondere am Arbeitsplatz.

Androulla Vassiliou, EU-Kommissarin für Bildung, Kultur, Mehrsprachigkeit und Jugend, erklärte: „Wir befinden uns in einer paradoxen Situation: Lesen und Schreiben sind in unserer digitalisierten Welt wichtiger und relevanter denn je, aber unsere Lese- und Schreibkompetenz hält nicht Schritt mit dieser Entwicklung. Hier müssen wir dringend gegensteuern. Investitionen zur Verbesserung der Lese- und Schreibkompetenzen von Menschen jeden Alters sind wirtschaftlich sinnvoll – sie schaffen konkrete Vorteile für den Einzelnen und die Gesellschaft insgesamt, die sich langfristig gesehen zu Milliardenbeträgen summieren."

Der Bericht wurde von der zyprischen EU-Präsidentschaft auf einer Konferenz in Nikosia vorgestellt. Er enthält Beispiele erfolgreicher Projekte zur Förderung der Lesekompetenz, die in den EU-Ländern durchgeführt werden, und Einzelporträts von Menschen, die das Stigma des Analphabetentums überwunden und ihrem Leben eine neue Richtung gegeben haben. Auch räumt der Bericht mit einigen weitverbreiteten Vorurteilen zur Lese- und Schreibkompetenz auf.

Ziele. Die EU-Bildungsminister haben sich das gemeinsame Ziel gesetzt, den Anteil der leseschwachen 15-Jährigen bis 2020 von derzeit 20 Prozent auf 15 Prozent zu senken. Der Bericht der hochrangigen Sachverständigengruppe weist auf einen deutlichen geschlechtsspezifischen Unterschied hin: So liegt der Anteil der leseschwachen Jugendlichen bei den Mädchen bei durchschnittlich 13,3 Prozent, bei den Jungen dagegen bei 26,6 Prozent. Am geringsten ist der geschlechtsspezifische Unterschied in den Niederlanden, Dänemark und Belgien, am größten in Malta, Bulgarien und Litauen (Datengrundlage: 2009).

Dem Bericht zufolge sind Lese- und Schreibfertigkeiten so wichtig, weil:

  • der Arbeitsmarkt eine immer höhere Kompetenz verlangt (bis 2020 dürften 35 Prozent aller Arbeitsstellen ein sehr hohes Qualifikationsniveau erfordern, derzeit sind es nur 29 Prozent);
  • sich die soziale und gesellschaftliche Teilhabe an der digitalen Welt stärker auf die Lese- und Schreibkompetenz stützt;
  • die Bevölkerung zunehmend älter wird und Lese- und Schreibfähigkeiten, darunter digitale Kompetenz, an den Fortschritt angepasst werden müssen;
  • Armut einerseits und Lese- und Schreibdefizite andererseits einen Teufelskreis bilden;
  • Lese- und Schreibkompetenz durch zunehmende Mobilität und Migration eine mehrsprachige Komponente gewinnen, die eine große Bandbreite kultureller und sprachlicher Kontexte umfasst.


Kommissarin Vassiliou wird die Ergebnisse des Berichts am 4./5. Oktober auf einer informellen Tagung in Zypern mit den Bildungsministern erörtern. Die Debatte bildet dann die Grundlage für Schlussfolgerungen des Rates zu Lese- und Schreibkompetenz; darin werden die EU-Länder sich selbst und der Kommission prioritäre Ziele setzen, wie Lese- und Schreibdefizite wirksamer ausgeglichen werden können.

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10.9.12  [Letzte Aktualisierung  10.9.12] Das Vorarlberger Bloghaus verlinkt interessante Weblogs.

Samstag, 19. Mai 2012

Europas Höfe im Mittelalter als kultureller Raum


Interdisziplinäres Zentrum für Mittelalterstudien - Dokumente der Ringvorlesung: "Der Hof als kultureller Raum im Mittelalter" 

Das IZMS versteht sich als ein Zentrum für interdisziplinäre mediävistische Forschung und Lehre an der Universität Salzburg. Es ist als interfakultäre Einrichtung konzipiert, mit der Aufgabe, sämtliche auf das Mittelalter bezogene Aktivitäten in Forschung und Lehre zu vernetzen und dadurch möglichst hohe Synergie- und Innovations-Effekte zu erzielen.

Kernziel desMittelalter-Zentrums ist das Bemühen, das Mittelalter als komplexen Forschungsgegenstand mit all seinen historischen und kulturhistorischen Phänomenen durch die Kooperation verschiedener mediävistischer Disziplinen in Forschung und Lehre aufzuarbeiten.

Ein vernetztes Lehrangebot der mediävistischen Teildisziplinen soll den Studierenden ein differenziertes Gesamtbild dieser historischen Epoche vermitteln. Das IZMS bietet in diesem Zusammenhang interdisziplinäre Lehrveranstaltungs-Module an, die im Rahmen des Diplomstudiums absolviert werden können.

Jedes zweite Semester wird eine Ringvorlesung mit einem fächerübergreifenden Thema angeboten. Die Dokumente der Ringvorlesungen, hier der Ringvorlesung 2001/2002, geben virtuell "zu einem Buch gebunden" ein tolle Quelle zur Mittelaltergeschichte Europas.

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Dokumente der Ringvorlesung 2001/02: Der Hof als kultureller Raum im Mittelalter 

Siehe auch: 
[FREIHANDbuch] 13 Vorlesungen: Orient und Okzident im Mittelalter

ÜBERSICHT über die Dokumente der Ringvorlesung 2001/02: Der Hof als kultureller Raum im Mittelalter

1. Einführung ins Programm - Hof und höfisches Leben im Spiegel der Schrift- und Bildquellen (17.10.01):Prof. Dopsch
2. Hof, Dichter, Hofdichter: Der Fall des Kaiserlichen Hofdichters Michel Beheim (15.Jh.) / (24.10.01): Prof. U. Müller
3. Wappenbücher als Spiegel höfischer Turnierkultur (7.11.01):Prof. Rohr
4. Die Kartause von Champmol: Staatsikonographie und Hofkunst (14.11.01): Prof. Prochno
5. Trobadors, Trouvères und Minnesänger (21.11.01):Dr. Engels
6. "Hortus conclusus". Das Janusgesicht des Gartens im Mittelalter (28.11.01): Mag. Steinmetzer
7. Snorri Sturluson, isländischer Gelehrter, Dichter und Politiker und der Hof in Skandinavien im Hochmittelalter (5.12.01): Prof. G. Weiss
8. Die Kunst am Hof Rudolf des Stifters: Impulse und Auswirkungen (12.12.01): Dr. Trattner ... Dr. Trattner (Bilder)
9. Spiel und gesellschaftliches Ambiente im privaten und öffentlichen Leben des Mittelalters anhand von Beispielen aus der französischen und italienischen Literatur (9.01.02):Dr. Reisinger
10. Artus liest - Lesegewohnheiten und literarischer Geschmack in der höfischen Literatur (16.01.02): Prof. Kern
11. Spielarten der "Curiositas" im italienischen Mittelalter (23.01.02): Prof. Kuon

Donnerstag, 10. Mai 2012

Europäische Geschichte Online - Projekt des interkulturellen Austausches

Europäische Geschichte Online ist eine transkulturelle Geschichte Europas im Internet. 

Die Europäische Geschichte Online (EGO) ist ein von der Deutschen Forschungsgemeinschaft finanziertes Kooperationsprojekt des Instituts für Europäische Geschichte in Mainz mit dem Kompetenzzentrum für elektronische Erschließungs- und Publikationsverfahren an der Universität Trier und der Bayerischen Staatsbibliothek München. Das Projekt zielt auf den Aufbau einer transkulturellen Geschichte Europas der Neuzeit im Internet. Das Projekt versteht sich in der noch jungen Open Access-Tradition.

Das Projekt nimmt Prozesse interkulturellen Austauschs in der europäischen Geschichte in den Blick, die über staatliche, nationale und kulturelle Grenzen hinauswirkten. EGO beschreibt Europa als einen stets in Wandlung befindlichen Kommunikationsraum, in dem vielgestaltige Prozesse der Interaktion, Zirkulation, Überschneidung und Verflechtung, des Austauschs und Transfers, aber auch von Konfrontation, Abwehr und Abgrenzung stattfanden.

EGO erschließt  500 Jahre europäischer Geschichte der Neuzeit über Länder-, Fach- und Methodengrenzen hinweg. Die Gegenstände sind ebenso vielfältig wie die Kommunikations- und Transferprozesse, die EGO abbildet. Sie reichen von Religion, Wissenschaft und Recht über Kunst und Musik bis zu Wirtschaft, Technik und Militär. Zehn Themenstränge (Threads) ermöglichen einen gezielten Zugriff auf die Inhalte. "Überblicke" vermitteln Hintergrund- und Kontextinformationen. "Basiselemente" beschreiben und analysieren bestimmte Transferprozesse von europäischer Relevanz. "Vertiefungselemente" enthalten Materialien und Informationen zu einzelnen Aspekten oder stellen bestimmte Personen vor, die bedeutsam für interkulturelle Transferprozesse waren. Bis 2013 sollen sukzessive über 200 Beiträge publiziert werden.

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Europäische Geschichte Online

Sonntag, 15. April 2012

[ zzz archiv ] Dänische Präsidentschaft 2012: Jugenarbeitslosigkeit auf dem Tapet


Irland, Griechenland, Spanien, Italien, Lettland, Litauen, Portugal und die Slowakei – haben eine Jugendarbeitslosigkeit von 30 Prozent und mehr.

Mehr als 5 Millionen junge Menschen in der EU sind heute arbeitslos. Zwischen 2008 und 2010 stieg diese Zahl um 1 Million.Die Jugendarbeitslosigkeit in Europa soll mit einem "Pakt für mehr Beschäftigung und Wirtschaftswachstum" angegangen werden und das Thema Hauptthema bei den anstehenden Sitzungen der dänischen EU-Ratspräsidentschaft sein.

Die anstehenden Sitzungen im Rahmen der dänischen EU-Ratspräsidentschaft im April, das informelle Treffen der EU-Minister/-innen für Arbeit und Soziales (24.-25.4.) und die Konferenz ’Youth: Employment and Inclusion in times of crisis’ (26.-27.4.), stehen ganz im Zeichen des Themas Jugendarbeitslosigkeit und der damit verbundenen Herausforderungen und Auswirkungen für junge Leute in Europa.

Die Europäische Kommission begegnet diesen Problemen mit ihrer ‘Youth Opportunities Initiative’, die im Dezember 2011 angelaufen ist. Unter dem Dach der dänischen EU-Ratspräsidentschaft soll die Initiative weiter ausgearbeitet werden, insbesondere in den Bereichen: Zugang zum Arbeitsmarkt, Entwicklung von Fähigkeiten und Sicherung der Arbeitsfähigkeit und Soziale Integration.

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Ratspräsidentschaft. Die dänische Ratspräsidentschaft ist Teil der vierten Trio-Präsidentschaft, die von Polen angeführt wurde und im zweiten Halbjahr 2012 von Zypern übernommen wird. Unter dem Motto "Europa bei der Arbeit" steht die dänische Ratspräsidentschaft im Zeichen der Herausforderungen zur Überwindung der Schuldenkrise. Die Termine wurden am 15. Dezember 2011 bestätigt und sind auf der offiziellen Seite zur Ratspräsidentschaft abrufbar. Turnusgemäß übernahmen die Mitglieder des Kabinetts von Helle Thorning-Schmidt (Ministerpräsidentin) am 1. Januar 2012 den Vorsitz in den verschiedenen Ratsformationen von der polnischen Präsidentschaft.

Mittwoch, 4. April 2012

[ zzz archiv ] ACTA: Die EU-Kommission spielt auf Zeit


Die Europäische Kommission hat in dem  Verfahren gegen ACTA, den nächsten Schritt beim Europäischen Gerichtshof in Luxemburg (EuGH) eingeleitet. Durch die Rechtsbehauptung vor dem EuGH reagiert die Kommission auf die von vielen Europäern geäußerten Bedenken zu ACTA und zu der Frage, ob das Abkommen in irgendeiner Weise die Grundrechte verletze. 

Die EU-Kommission verständigte sich darauf, dem EuGH folgende Frage vorzulegen: „Ist das Anti-Produktpiraterie-Handels-Abkommen (ACTA) vereinbar mit den Europäischen Verträgen, insbesondere mit der Charta der Grundrechte der Europäischen Union?“ Die Anfrage soll dem EuGH in den kommenden Wochen übermittelt werden, das Gericht dürfte erst in Monaten ein Urteil fällen.

Offenbar erhofft sich die EU-Kommission ein günstiges urteil und will die Abstimmung im Parlament bis zu der Entscheidung des Gerichtshofes verschieben. Die EU-Kommission hat das Europaparlament gleichzeitig dazu aufgerufen, erst nach einem Urteil des Europäischen Gerichtshofs über das umstrittene ACTA-Abkommen zum Urheberrecht abzustimmen. Die EU-Parlamentarier sollten erst die Bewertung des EuGH abwarten und sich dann auf eine eigene Position festlegen, erklärte EU-Handelskommissar Karel De Gucht

Schon am Donnerstag (26. Januar 2012) unterzeichneten Vertreter von Österreich und weiteren 21 EU-Staaten (von insgesamt 27) und der Europäischen Kommission in Tokyo das ACTA-Abkommen (Anti-Counterfeiting Trade Agreement). Ausgehandelt wurde ACTA von der EU, den USA, Australien, Kanada, Japan, Mexiko, Marokko, Neuseeland, Singapur, Südkorea und der Schweiz. Die österreichische Bundesregierung hatte die Unterzeichnung des umstrittenen Abkommens bereits beschlossen und Innenministerin Johanna Mikl-Leitner und Staatssekretär Sebastian Kurz hatten als Regierungsmitglieder die Unterzeichnung veranlasst. Das umstrittene Abkommen tritt allerdings erst in Kraft, wenn es vom Europäischen Parlament angenommen wird.

Selbst in den USA stießen entsprechende Gesetzesvorhaben  mit den Bezeichnungen SOPA (Stop Online Piracy Act) und PIPA (Protect IP Act) auf derart massiven Widerstand, dass im Kongress geplante Abstimmungen auf unbestimmte Zeit verschoben wurden. Nur die EU-Kommission scheint amerikanscher zu sein als Amerika.

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Dienstag, 3. April 2012

[ zzz archiv ]Deutsche Jugendorganisationen sehen EU-Kommission im Abseits

Die EU-Förderprogramme für Bildung und Mobilität gehen 2014 in eine neue Runde: Die dänische EU-Ratspräsidentschaft hat einen Vorschlag für die Umsetzung von „Erasmus für alle“ vorgelegt. 

Mit der Aufnahme eines eigenen Jugendkapitels wurde formal die Forderung der Mehrheit der EU-Mitgliedstaaten aufgegriffen, trotz des massiven Widerstands der zuständigen EU-Kommissarin Androulla Vassiliou. Leider bleibt der vorliegende Entwurf aus Sicht des Deutschen Bundesjugendrings weit hinter den Erwartungen der Jugendorganisationen zurück.

Aus dem bestehenden Programm JUGEND IN AKTION wurden weder das eigene Jugendbudget noch die Ziele der Förderung einer aktiven Bürgerbeteiligung oder die eigenständigen nationalen Umsetzungsagenturen übernommen.

Deutliche Kritik an dem Vorschlag der EU-Kommission äußerte die Vorsitzende des Ausschusses für Kultur, Bildung, Jugend und Sport des Europäischen Parlaments und Berichterstatterin für „Erasmus für alle“, Doris Pack, am 27. März 2012 und kündigte erhebliche Nachbesserungsvorschläge des Europäischen Parlaments an. Auch die Teilnehmenden an der EU-Jugendkonferenz haben am 21. März 2012 in Sorø/Dänemark in ihrer Abschlusserklärung ein unabhängiges Jugendprogramm auf Basis der EU-Jugendstrategie gefordert, aufbauend auf dem Programm JUGEND IN AKTION und mit einem eigenen Budget ausgestattet.




„Ich habe kein Verständnis mehr für die ablehnende Haltung von Kommissarin Androulla Vassiliou“, sagt Gunnar Czimczik, stellvertretender DBJR-Vorsitzender, „sie begibt sich immer deutlicher ins politische Abseits. Ihre derzeitige Kommunikationsstrategie ist ein Desaster und ihr Verhalten gegenüber jungen Menschen in Europa nicht mehr nachvollziehbar. Ich hoffe, dass sie nach den klaren Positionierungen der Jugend in Europa, der Mehrheit der Mitgliedstaaten und der deutlichen Kritik des Europäischen Parlaments ihren Plan aufgibt, den non-formalen Bildungsbereich zu schwächen.“.

Dazu hat  EU-Kommissarin Androulla Vassiliou nun Gelegenheit. In ihrem Statement vor den Teilnehmenden an der EU-Jugendkonferenz in Sorø/Dänemark sicherte sie zu, ein unabhängiges EU-Jugendprogramm zu akzeptieren, wenn ihr zehn gute Gründe dafür genannt würden. Die jugendlichen Delegierten ließen sich nicht lange bitten und übermittelten ihr in einem Videoclip umgehend zehn gute Argumente für ein eigenständiges EU-Jugendprogramm.

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Samstag, 24. März 2012

EU-Indikatoren für nachhaltige Entwicklung

Andere Messeinheiten als die BSP-Faktoren sind längst überfällig. Nunmehr wird auf EU-Ebene im Rahmen eines neuen "Öko-Sozialprodukts" auch die Nutzung von Umweltfaktoren erfasst. Verantwortlich für die neuen EU-Datensätze wird die Statistikbehörde Eurostat sein, die zumeist auf nationale Statistiken zurückgreifen kann.

Eurostat ermittelt bereits jetzt Nachhaltigkeitsindikatoren und misst quantitative Tendenzen, wobei die  Indikatoren für nachhaltige Entwicklung (Sustainable Development Indicators – SDI) von der Europäischen Kommission im Februar 2005 angenommen wurden. Die Indikatoren werden genutzt, um den Fortschritt im Hinblick auf die Ziele der EU-Strategie für nachhaltige Entwicklung zu beobachten und werden alle zwei Jahre in einem Bericht von Eurostat veröffentlicht. Die Indikatoren werden in zehn Themen gruppiert und sind online.

Leitindikatoren. Aus mehr als 100 Indikatoren wurden elf als Leitindikatoren identifiziert. Diese sollen einen groben Überblick geben, ob in den definierten Hauptpunkten und Zielen der EU-Nachhaltigkeitsstrategie ein Fortschritt erzielt wurde. Für ein vollständigeres Bild ist es nötig, die Entwicklung der zahlreichen, einzelnen Indikatoren jeden Themas zu betrachten.

1. Sozio-ökonomische Entwicklung  - Reales BIP pro Kopf, Wachstumsrate und insgesamt
2. Nachhaltige Produktions- und Konsumstrukturen Ressourcenproduktivität
3. Soziale Eingliederung - Von Armut oder Ausgrenzung gefährdete Bevölkerung
4. Demografische Veränderungen - Beschäftigungsquote älterer Arbeitnehmer
5. Öffentliche Gesundheit - Gesunde Lebensjahre und Lebenserwartung bei der Geburt, nach Geschlecht
6. Klimawandel und Energie - Treibhausgasemissionen, Anteil der erneuerbaren Energien am  Bruttoendenergieverbrauch
7. Nachhaltiger Verkehr - Gesamtenergieverbrauch vom Verkehr im Vehältnis zum BIP
8. Natürliche Ressourcen - Index weit verbreiteter Vogelarten   - Fischfang aus Beständen, die sich außerhalb sicherer biologischer Grenzen befinden: Status der Fischbestände unter EU Aufsicht im Nordostatlantik
9. Globale Partnerschaft Öffentliche Entwicklungshilfe als Anteil des Bruttoinlandseinkommen
10. Gute Staatsführung

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Montag, 12. März 2012

Interaktive Karte: Brüsseler Atomticker tickt ...

Die Atomlobby hat sich in der Europäischen Hauptstadt rund um die Europäischen Institutionen eingenistet, denn laut der Europäischen Union ist Kernernergie sauber und gut gegen den Klimawandel. Da kommt der Atomticker gerade recht und liefert unter anderem Orte zum Anklicken, an denen sich die Atom-Lobby in der europäischen Hauptstadt eingerichtet hat.


Auch nach der Katastrophe von Fukushima wird überall auf der Welt weiter fleißig an neuen Atomkraftwerken gebaut, bestehende Kernkraftwerke werden erweitert oder überholt und sogar neue Kraftwerke werden geplant.

Der Atomticker von HPMartin.net zeigt auf, was rund um die Welt im Atomsektor passiert und woneue Atomkraftwerke gebaut oder geplant werden. Er informiert besonders über Brüsseler Atomverflechtungen und Lobbyisten. Ein toller wie dringend notwnediger Lückenschluss unter den Anti-AKW-Sites. 

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Samstag, 25. Februar 2012

[ zzz archiv ] ERASMUS FÜR ALLE: Deutsche Arbeitsgemeinschaft für Kinder- und Jugendhilfe warnt EU


Bei "ERASMUS FÜR ALLE“  besteht die Gefahr einer jugendpolitischen Schwächung der EU und der Instrumentalisierung dieses Programms für rein wirtschaftspolitische Zwecke. Davor warnt die Deutsche Arbeitsgemeinschaft für Kinder- und Jugendhilfe in einer umfangreichen Stellungnahme.

Mit der Stellungnahme nimmt die Arbeitsgemeinschaft für Kinder- und Jugendhilfe – AGJ eine jugendpolitische Bewertung dieses Programmentwurfs vor. Die AGJ hat schon früh deutlich formuliert, dass sie ein eigenständiges Jugendprogramm mit eigener Haushaltslinie bevorzugt hätte. In Übereinstimmung mit zivilgesellschaftlichen Akteuren warnte sie vor einer Integration der Bereiche Bildung, Jugend und Sport in einem bildungs- und arbeitsmarktpolitisch ausgerichteten Gesamtprogramm, weil die Förderziele eines solchen Programms – ungeachtet vertraglicher Aufgaben der EU – auf unmittelbare wirtschaftliche Verwertbarkeit beschränkt wären, weil der klar profilierte Jugendbereich geschwächt würde und weil zentrale Zielgruppen ausgeschlossen blieben.

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Stellungnahme der Arbeitsgemeinschaft für Kinder- und Jugendhilfe – AGJ zum Vorschlag der EU-Kommission für eine Verordnung des Europäischen Parlaments und des Rates zur Einrichtung des EU-Programms „ERASMUS FÜR ALLE“ für allgemeine und berufliche Bildung, Jugend und Sport  KOM(2011) 788 / 3  

Samstag, 3. Dezember 2011

[ zzz archiv ] Medienmonopoly - Die 50 weltgrößten Medienkonzerne 2011

Bertelsmann - Europas größter Medienkonzern. 

Als 1997 die erste Studie über die 50 weltgrößten Medienkonzerne erschien,  war die Bertelsmann AG mit einem Umsatz von 20,3 Milliarden DM noch das zweitgrößte Medienunternehmen der Welt. Vor Bertelsmann lag damals nur Time Warner Inc. mit umgerechnet 25,3 Milliarden DM Umsatz. Heute rangiert Bertelsmann auf Rang sieben im Ranking der weltgrößten Medienkonzerne.

Top Ten: 
1. Comcast/NBCUniversal, LLC (Philadelphia / USA) € 41,365 Mrd.
2. The Walt Disney Company (Burbank / USA) € 28,712 Mrd.
3. News Corp. Ltd. (New York / USA) € 24,725 Mrd.
4. Viacom Inc./CBS Corp. (New York / USA) € 20,536 Mrd.
5. Time Warner Inc. (New York / USA) € 20,282 Mrd.
6. Sony Entertainment (Tokyo / Japan ) € 16,514 Mrd.
7. Bertelsmann AG (Gütersloh / Deutschland) € 15,786 Mrd.
8. Vivendi S.A. (Paris / Frankreich) € 12,491 Mrd.
9. Cox Enterprises Inc. (Atlanta / USA) € 11,013 Mrd.
10. Thomson Reuters Corporation (New York/ USA) € 9,859 Mrd.

Das Unternehmenskonglomerat besteht aus ca. 1.200 Einzelfirmen oder Firmenbeteiligungen. Der Konzern besitzt in über 50 Ländern Tochterunternehmen und beschäftigt weltweit über 104.000 MitarbeiterInnen. Die Bertelsmann Aktiengesellschaft ist das größte Medienhaus Europas und einer der Mediengiganten der Welt. Die Produktpalette reicht von Buchclubs, über Druckdienstleistungen, Software-Entwicklung und TV-Kanäle bis hin zu Radiostationen. Der Bertelsmann-Medienkonzern baut sein Dienstleistungsgeschäft aus und setzt unter anderem darauf, Dienstleistungen auch von Kommunen in der EU-Deutschland AG zu übernehmen.

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