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Samstag, 2. November 2013

Peacemaking, Peacekeeping, Peacebuilding


"Erfolgreich gewaltfrei" geht zurück auf eine Studie des deutschen Instituts für Auslandsbeziehungen (ifa). Sie zeigt Wege auf, Konflikte ohne Waffengewalt zu beenden oder diese gar nicht erst eskalieren zu lassen.


Die gewaltlose Austragung von Konflikten hat nichts mit einer passiven Haltung oder gut gemeinten, aber letztlich fruchtlosen Appellen zu tun. Ihr Potenzial ist groß, bislang aber nicht ansatzweise ausgeschöpft. Ausgehend von dieser Annahme werden hier professionelle Ansätze und Methoden der zivilen Konfliktbearbeitung von der Prävention über die Suche nach Konfliktlösungen (Peacemaking), dem Schutz vor Gewalt- und Menschrechtsverletzungen (Peacekeeping) bis hin zur Friedenskonsolidierung (Peacebuilding) präsentiert.

Den Erfolg dieser Maßnahmen dokumentiert "Erfolgreich gewaltfrei" mit über 20 positiven Beispielen von der Konfliktprävention in Mazedonien, die Arbeit von Friedensbrigaden in Kolumbien, die Überwachung des Waffenstillstands auf den Philippinen oder den Beitrag von Mikrokrediten zum friedlichen Miteinander in Bangladesch.

Die umfassende Bestandsaufnahme richtet sich neben der interessierten Öffentlichkeit an Entscheidungsträger in Politik und Medien. Diesen will sie einen praxisnahen und entscheidungsorientierten "Werkzeugkasten" professioneller Methoden für eine Konfliktbearbeitung an die Hand geben, die den Einsatz von Gewalt ausschließt.

[ #Heimat #Politik #Menschen ] ⇒

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Vorwort

Zusammenfassung

1. Grundlagen der Auseinandersetzung mit Ziviler Konfliktbearbeitung
1.1. Begrifflichkeiten und Instrumente
1.2. Akteure und Aufgabenfelder
1.3. Was ist gute Praxis? Allgemeine Lehren in der Zivilen Krisenprävention und Konfliktbearbeitung
1.4. Methodik und Gliederung der Studie

2. Übersicht über die Ziele und Instrumente Ziviler Krisenprävention und Konfliktbearbeitung
2.1. Einem gewaltsamen Konflikt vorbeugen: Prävention
2.2. Eine politische Regelung eines gewaltsamen Konfliktes suchen:  Peacemaking
2.3. Menschen schützen vor Gewalt und Verletzung ihrer Menschenrechte: Peacekeeping und menschliche Sicherheit
2.4. Die Ursachen und Folgen von Gewalt bearbeiten: Peacebuilding
2.4.1. Menschen zum Überleben helfen: Humanitäre Hilfe
2.4.2. Die Zahl von Waffen und Kämpfern einschränken: Abrüstung, DDR und Minenräumung
2.4.3. Die Schäden beseitigen und Menschen die Rückkehr ermöglichen: Wiederaufbau und Flüchtlingsrückkehr
2.4.4. Soziales Verhalten und soziale Beziehungen fördern, Menschen stark machen und ihnen helfen, Wunden des Krieges zu überwinden: Soziale und psychosoziale Arbeit
2.4.5. Ökonomische Entwicklung fördern
2.4.6. Gerechtigkeit schaffen: Übergangsjustiz und Vergangenheitsarbeit
2.4.7. Einen funktionierenden Staat schaffen: Staatsbildung und Demokratisierung
2.4.8. Zivilgesellschaft fördern
2.4.9. Friedensfähigkeit und Versöhnung direkt fördern: Friedensarbeit
2.4.10. Normalisierung von Beziehungen und Kooperation in weiteren gesellschaftlichen Bereichen fördern: Kooperationen im Kultur-, Sport- und Wissenschaftsbereich

3. Was Zivile Krisenprävention und Konfliktbearbeitung leisten können

Montag, 5. November 2012

UNESCO-Weltbildungsbericht 2012: "Youth and skills: Putting education to work"

Der seit 2002 jährlich erscheinende UNESCO-Weltbildungsbericht evaluiert, wie weit sich die Länder den sechs Bildungszielen angenähert haben, die sie nach der Selbstverpflichtung auf dem Weltbildungsforum "Education for All" (EFA) in Dakar bis 2015 erreichen wollen. Der  Weltbildungsbericht 2012 steht unter dem Titel "Youth and skills: Putting education to work".

Ergebnisse des Weltbildungsberichts 2012. Der diesjährige Weltbildungsbericht beschäftigt sich intensiv mit der Qualifikation Jugendlicher. Weltweit fehlen Millionen Jugendlichen die schulischen Voraussetzungen, um erfolgreich in einen Beruf einzusteigen. Jeder achte Jugendliche weltweit ist arbeitslos. Über ein Viertel aller Jugendlichen übt eine Tätigkeit aus, die ihn an oder unter der Armutsgrenze leben lässt. Der Bericht untersucht diese Problematik und bietet unterschiedliche Handlungsempfehlungen, wie dieser gefährdeten Generation neue Chancen geboten werden können.

Fehlende Basisqualifikationen. Der Bericht betont, dass der Abschluss der unteren Sekundarstufe das Minimum ist, um die Kenntnisse zu erlangen, die man für die Ausübung eines guten Berufs braucht. Jedoch gibt es immer noch 250 Millionen Kinder im Grundschulalter, die weder lesen noch schreiben können. 71 Millionen Teenager besuchen keine Sekundarschule. In Entwicklungsländern haben 200 Millionen Jugendliche im Alter zwischen 15 und 24 Jahren noch nicht einmal die Grundschule abgeschlossen. Somit fehlen diesen Jugendlichen die Basisqualifikationen.

Relevante Schlüsselqualifikationen. Arbeitgeber verlangen von Bewerbern, dass diese neben den schulischen Basisqualifikationen auch sogenannte Schlüsselqualifikationen mitbringen: Teamfähigkeit, Problemlösungskompetenz, Führungsqualität, Kreativität. Diese Kompetenzen werden nicht durch Lehrbücher vermittelt, sondern durch eine qualitativ hochwertige und umfassende Bildung. Fähigkeiten abseits der fachlichen Qualifikation sind nötig, um das Leben und den Berufsalltag zu meistern.

Jeder Bildungsdollar verzehnfacht sich. Alle Jugendlichen müssen eine qualitativ hochwertige Sekundarschulbildung erhalten, berufsrelevante Kenntnisse und Schlüsselqualifikationen müssen vermittelt werden. Es ist daher dringend notwendig, mehr Mittel für die Qualifikation Jugendlicher bereitzustellen. Eine Investition in Bildung lohnt sich auch aus volkswirktschaftlicher Sicht: Der Bericht schätzt, dass jeder US-Dollar, der für die Bildung eines Menschen ausgegeben wird, während dessen Arbeitsleben zwischen 10 und 15 US-Dollar Wirtschaftswachstum erbringt.

Ziele. Drei Jahre vor Ablauf der Frist im Jahr 2015 zeigt sich, dass die im Jahr 2000 in Dakar festgeschriebenen EFA-Ziele in vielen Bereichen nicht erreicht werden können. Gleichzeitig zeigen beeindruckende Erfolge in manchen der ärmsten Länder der Welt, dass mit dem gemeinsamen Engagement der Weltgemeinschaft, von Regierungen, Organisationen und Geberländern einiges erreicht werden kann.

61 Millionen Kinder ohne Grundschule. Seit 1999 ist die Anzahl der Kinder in vorschulischen Einrichtungen um fast die Hälfte gestiegen. Trotzdem kann immer noch eines von zwei Kindern nicht von frühkindlicher Förderung profitieren. Die Zahl der Kinder im Grundschulalter, die keine Schule besuchen, ist seit 1999 von 108 Millionen auf 61 Millionen gesunken. Drei Viertel dieses Rückgangs wurden bis 2004 erreicht, zwischen 2008 und 2010 wurden dagegen kaum Fortschritte erzielt. In Westsahara-Afrika erhöhte sich die Zahl sogar um 1,6 Millionen. Dort lebt die Hälfte aller Kinder, die keine Grundschule besuchen.

Geschlechtergerechtigkeit als Zukunftschance. Die Verringerung der geschlechtsspezifischen Differenz bei der Einschulung in die Grundschule ist einer der größten Erfolge des EFA-Aktionsplans. Die Anzahl der Länder, in denen Mädchen extremen Benachteiligungen ausgesetzt sind, sank von 16 Ländern im Jahr 1990 auf elf im Jahr 2000. Im Jahr 2010 gab es extreme Benachteiligung – gemessen am Geschlechterparitätsindex, der das Verhältnis von Jungen und Mädchen bei der Einschulung ausdrückt – nur noch in einem Land: Afghanistan. Und auch dort wurden in den letzten Jahren enorme Fortschritte in Richtung einer Geschlechtergleichheit gemacht. Aber nicht nur Mädchen sind von Benachteiligung betroffen, in vielen Ländern herrscht ein Geschlechtermissverhältnis zu Ungunsten der Jungen. Diese brechen häufig die Sekundarschule ab, weil sie früh in den Arbeitsmarkt einsteigen müssen.

Bildungsqualität. Nicht nur der Zugang zu Bildung sollte für alle sichergestellt werden, es sollte auch ein besonderer Fokus auf die Bildungsqualität gelegt werden. 130 Millionen Kinder weltweit schließen die Grundschule ab, ohne die wesentlichen Grundkenntnisse erworben zu haben. Eine verbesserte Lehrerausbildung ist der Schlüssel zu höherer Bildungsqualität. Bis 2015 müssten insgesamt 5,4 Millionen neue Lehrer eingestellt werden, um das Ziel "Bildung für alle" zu erreichen. Darüber hinaus müssen Programme entwickelt werden, um auf die unterschiedlichen Lernbedürfnisse von Mädchen und Jungen einzugehen.

Sparpakete stören Bildungsfinanzierung. Im Rahmen umfassender Sparpakete kürzen viele Geberländer ihre Ausgaben für die Entwicklungszusammenarbeit. Bei einigen Ländern ist der Bildungsbereich besonders von Streichungen betroffen. Um solche Tendenzen abzufangen, müssen neue Möglichkeiten der Finanzierung ermittelt werden. Viele Entwicklungsländer sind reich an Bodenschätzen. Werden die Erträge richtig kanalisiert, bieten sie ein großes Potenzial für die Bildungsfinanzierung. Darüber hinaus treten neue Geberländer wie Indien, China oder Brasilien auf die Bildfläche der Entwicklungszusammenarbeit und können viel zu einer Verbesserung der globalen Bildungssituation beitragen.

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UNESCO: Education for All Global Monitoring Report 2012. Youth and skills: Putting education to work.
5.11.12  [Letzte Aktualisierung  5.11.12] Das Vorarlberger Bloghaus verlinkt interessante Weblogs.

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Contents
Foreword
Acknowledgements
List of figures, tables and text boxes
Overview 1
Part 1. Monitoring progress towards the EFA goals 34
The six EFA goals 36
Goal 1: Early childhood care and education 39
Panel 1.1: Early childhood nutrition is improving globally, but progress is too slow and uneven 41
Panel 1.2: The ECCE index,.a.new instrument for monitoring goal 1 45
Policy focus: Preparing children for school by expanding pre-primary education 48
Goal 2: Universal primary education. 58
Panel 1.3: Progress in reducing numbers of children out of school has stalled 60
Panel 1.4: Entering school on time is critical 64
Panel 1.5: Progression through primary school varies between and within countries 66
Policy focus: Reducing costs of primary school for the poorest 69
Goal 3: Youth and adult learning needs 80
Panel 1.6: Promising progress towards measuring skills development 82
Policy focus: Life skills education can help tackle HIV and AIDS 84
Goal 4: Improving levels of adult literacy 90
Panel 1.7: Progress in reducing adult illiteracy has been slow 92
Panel 1.8: LAMP deepens understanding of literacy contexts 94
Panel 1.9: Completing primary school does not guarantee literacy for all 96
Policy focus: Strengthening adult literacy in rich countries 98
Goal 5: Assessing gender parity and equality in education 106
Panel 1.10: Girls face obstacles in entering school 108
Panel 1.11: Gender disparities in learning outcomes persist 111
Policy focus: Challenging disadvantage and disengagement among boys in secondary school 113
Goal 6: The quality of education 122
Panel 1.12: Millions of primary school-age children are failing to learn the basics 124
Panel 1.13: Learning achievement within countries varies with socio-economic status 127
Policy focus: Addressing the crisis in early grade teaching 130
World Inequality Database on Education (WIDE)136
Financing Education for All 138
Monitoring progress on financing Education for All 141
Trends in financing Education for All, 1999–2010 142
Has aid to education reached its peak? 145

Mittwoch, 3. Oktober 2012

Millionen Mädchen wird Bildung verwehrt

Mädchen und Frauen haben beim Zugang zu Bildung immer noch das Nachsehen. Dies geht aus dem neuen Bericht “Make it right: Ending the crisis in girls‘ education“ der Global Campaign for Education (GCE) und RESULTS hervor. Die Global Campaign for Education (GCE) ist ein Bündnis von Entwicklungsorganisationen und Bildungsgewerkschaften und in mehr als 120 Ländern aktiv. 
  • Weltweit besitzen 796 Millionen Erwachsene keine grundlegenden Lese- und Schreibkompetenzen. Fast zwei Drittel davon sind Frauen. 
  • In Äthiopien, Burkina Faso, Mali und Niger können weniger als 25Prozent der erwachsenen Frauen lesen und schreiben. In Bangladesh, Pakistan, Marokko, Jemen und Mauretanien sind es weniger als 50 Prozent. 
  • Im Schnitt verbleiben Mädchen in Afrika südlich der Sahara 7,6 Jahre in der Schule, Jungen hingegen 9 Jahre. Mädchen armer Familien in ländlichen Gebieten verbleiben im Schnitt nur 1,9 Jahre in einer Schule. 
  • In 47 von 54 Ländern in Afrika haben Mädchen nur eine 50Prozent-Chance eine Primarschule abzuschließen. 
  • In Eritrea werden nahezu 2/3 aller Mädchen nicht eingeschult. 
  • Im Tschad erreicht nur eins von drei eingeschulten Mädchen die 5. Klasse.  
  • In Mauretanien beendet nur eins von 10 eingeschulten Mädchen die Primarschule. 
  • In Afghanistan sind nur 20Prozent der Studierenden Frauen.  
Zwar sind die Einschulungsraten für Mädchen in den vergangenen Jahren stark angestiegen, doch noch immer zwingen Armut, die Gefahr sexueller Gewalt und frühe Verheiratung Mädchen dazu, die Schule vorzeitig abzubrechen. In einigen Regionen der Welt beendet nur eines von zehn eingeschulten Mädchen die Grundschule.

Armut ist nach wie vor größtes Bildungshemmnis. Mädchen armer Familien müssen oft im Haushalt oder in der Landwirtschaft mitarbeiten, um das Überleben der Familie zu sichern. Oft können Eltern die Kosten für Schuluniformen und Lernmaterialien nicht aufbringen. Selbst wenn gebührenfreie Schulangebote vorhanden sind, fehlt es häufig an weiblichen Lehrkräften und angemessenen sanitären Anlagen für Mädchen.

Frühe Verheiratung raubt Mädchen Chancen auf Bildung. Frühe Verheiratung zwingt Mädchen dazu, die Schule zu verlassen. Der beste Schutz davor ist es, den Mädchen gute Bildungsangebote zur Verfügung zu stellen. In Mosambik sind Mädchen, die eine Schule besuchen, zu 50 Prozent weniger gefährdet, vor dem 18 Lebensjahr verheiratet zu werden. Länder wie die Demokratische Republik Kongo, Ägypten, Indien, Irak, Nigeria oder Pakistan setzen das Recht auf Bildung für Mädchen nicht um, so der Bericht. In Afrika südlich der Sahara beenden weniger als 50 Prozent der Mädchen die Grundschule. Auch in einigen asiatischen Ländern haben es Mädchen schwer: 41 Prozent der Mädchen in Pakistan und 30 Prozent in Indien können die Grundschule nicht abschließen.
 
Die Verfasser des Berichts fordern Regierungen armer und reicher Länder auf, die Ungleichgewichte anzugehen, und Mädchen und Frauen eine faire Chance auf Bildung zu ermöglichen. Gebührenfreier Unterricht und mehr Sicherheit beim Schulbesuch sind dazu nötig. Diskriminierung und Stigmatisierung von Mädchen im Unterricht müssen beendet werden. Dafür müssen starke Bildungssysteme aufgebaut werden. Die Gebergemeinschaft muss arme Länder dabei unterstützen.

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Make it right: Ending the crisis in girls‘ education
15.7.11/[Letzte Aktualisierung  5.10.12] Das Vorarlberger Bloghaus verlinkt interessante Weblogs.

Samstag, 29. September 2012

WeltRisikoBericht 2012

Der aktuelle WeltRisikoBericht führt uns plastisch vor Augen, dass Umweltzerstörungen im globalen Maßstab zunehmend auch zu einer direkten Gefahr für die Menschen werden. Denn wo Hänge entwaldet sind, wo schützende Riffe, Mangroven und Feuchtgebiete degeneriert oder sogar komplett verschwunden sind, treffen Naturgewalten mit ungleich größerer Wucht auf die bewohnten Gebiete.

Zerstörte Umwelt trägt wesentlich zur Erhöhung des Katastrophenrisikos bei. Das zeigt der WeltRisikoBericht 2012, den das "Bündnis Entwicklung Hilft" vorgestellt hat. Die Bilanz für die Dekade 2002 bis 2011 ist alarmierend: 4.130 Katastrophen, mehr als eine Million Tote und ein wirtschaftlicher Schaden von mindestens 1,195 Billionen US-Dollar.

Der Bericht enthält den WeltRisikoIndex, den das Institut für Umwelt und menschliche Sicherheit der Universität der Vereinten Nationen (UNU-EHS), Bonn in Kooperation mit dem Bündnis erarbeitet hat. Der Index berechnet für 173 Länder weltweit das Risiko, Opfer einer Katastrophe als Folge eines Naturereignisses zu werden. Mit einem Wert von 36,31 Prozent ist demnach das Risiko für eine Katastrophe im pazifischen Inselstaat Vanuatu am größten. Malta und Katar haben mit einem Prozentsatz von 0,61 bzw. 0,10 Prozent das geringste Risiko weltweit.

Europa. Von den europäischen Ländern sind neben den Niederlanden auch Griechenland, Serbien und Albanien aufgrund ihrer Erdbeben- und Dürregefährdung in der höchsten Gefährdungsklasse verzeichnet. In dem 173 Staaten umfassenden Index steht Österreich auf dem wenig gefährdeten Platz 135, besser gar Deutschland mit dem 146. Platz und die Schweiz mit dem 157. Risikoplatz.
Bündnis Entwicklung Hilft. Das "Bündnis Entwicklung Hilft" wird bei Katastrophen und in Krisengebieten aktiv, um vor Ort akute und langfristige Hilfe zu leisten. Das Bündnis ist ein Zusammenschluss der fünf Hilfswerke Brot für die Welt, medico international, Misereor, terre des hommes und Welthungerhilfe.

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WeltRisikoBericht 2012

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1. Katastrophenrisiko, Umweltzerstörung und globale Nachhaltigkeitspolitik   . Seite 5
Peter Mucke
2. WeltRisikoIndex 2012: Konzept, Aktualisierung und Ergebnisse  Seite 11
Torsten Welle, Jörn Birkmann, Jakob Rhyner, Maximilian Witting, Jan Wolfertz
2.1 Konzept und Aufbau des WeltRisikoIndex  Seite 12
2.2 Aktualisierung und Modifikation der Indikatoren  Seite 16
2.3 Risikobewertung 2012 auf globaler EbeneSeite 18
3. Schwerpunktthema: Umweltzerstörung und Katastrophen Seite 27
3.1  Risikofaktor Umweltzerstörung Seite 28
   Torsten Welle, Michael W . Beck, Peter Mucke
3.2  Küstenlebensräume und Risikominderung  Seite 32
   Michael W . Beck, Christine C . Shepard
3.3  Agrotreibstoffe, Landraub und Erdrutsche Seite 42
   Katja Maurer
3.4 Umweltzerstörung, Armut und Katastrophenrisiko
auf der internationalen Agenda      Seite 48
   Jens Martens
4. Reduzierung des Katastrophenrisikos – Baustein globaler Nachhaltigkeitspolitik   Seite 57
Peter Mucke, Jens Martens, Katrin Radtke
Anhang     Seite 63

Mittwoch, 19. September 2012

{News-Scanner} EU-Agrarsubventionen töten Menschen

Die EU pumpt Milliarden in die Landwirtschaft, vor allem in Großbetriebe.

Dagegen demonstriert die Initiative "The Good Food March" in Brüssel. Ein Umdenken könnte auch Kleinbauern in Afrika das Leben retten, sagt Jean Ziegler, der ehemalige UN-Berichterstatter für das Recht auf Nahrung, im tagesschau.de-Interview.

Jean Ziegler.  Ziegler lehrte bis 2002 Soziologie an der Universität Genf und als ständiger Gastprofessor an der Sorbonne/Paris. Er war von 2000 bis 2008 der erste UN-Sonderberichterstatter für das Recht auf Nahrung. Heute ist er Vizepräsident des beratenden Ausschusses des UN-Menschenrechtsrats. Sein jüngstes Buch hat den Titel "Wir lassen sie verhungern - Die Massenvernichtung in der Dritten Welt".

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Sonntag, 9. September 2012

FAO fordert sinnvollen Umgang mit dem wertvollen Gut "Lebensmittel"

Die Studie FAO (2011): Global Food Losses and Food Waste zeigt noch einmal auf, wie verschwenderisch mit Lebensmittel umgegangen wird. 

Ein Drittel aller weltweit produzierten Lebensmitteln wird nach UNO-Angaben von der Produktion bis hin zum Konsumenten vergeudet. Das sind nach neuestem Bericht der UNO-Ernährungs- und Landwirtschaftsorganisation (FAO) jährlich 1,3 Milliarden Tonnen Lebensmittel, die nicht ihren eigentlichen Zweck erfüllen - nämlich die Weltbevölkerung zu ernähren. Zeitgleich hungern laut FAO 925 Millionen Menschen.

Welthungerindex 2010. An dem Welthungerindex 2010 so zeigt sich aller Anstrengungen zum Trotz: Immer noch leiden rund eine Milliarde Menschen auf unserem Planeten Hunger, alle 15 Sekunden stirbt ein Kind an den Folgen von Mangel- und Unterernährung. Und angesichts einer rasant wachsenden Weltbevölkerung, Klimawandel, Umweltzerstörung sowie künftiger Konflikte um Rohstoffe dürfte sich die Situation in den kommenden Jahrzehnten eher verschlimmern.

Die Welternährungsorganisation FAO. Das ist die 1945 gegründete Food and Agriculture Organisation of the United Nations, auf deutsch die Ernährungs- und Landwirtschaftsorganisation der Vereinten Nationen. Ihr erklärtes Ziel ist es, den Hunger auf der Welt zu bekämpfen – als Forum für Politiker, als Informations- und Wissensnetzwerk, als beratende Institution sowie durch zahlreiche konkrete Projekte. Sitz der 192 Mitgliedstaaten (2009) zählenden Organisation ist Rom.

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12.10.11 [Letzte Aktualisierung  10.9.12] Das Vorarlberger Bloghaus verlinkt interessante Weblogs.

Donnerstag, 23. August 2012

Brisante Studie: Wie die Steuerflucht in die Schweiz die Entwicklung behindert

Durch die Steuerhinterziehung von Privatpersonen und die Steuervermeidungspraktiken multinationaler Unternehmen fliessen jedes Jahr Milliardenbeträge aus den Entwicklungsländern ins Ausland ab. OECD-Schätzungen beziffern diesen jährlichen Verlust auf rund 850 Milliarden Dollar. Das ist fast das Siebenfache der weltweiten öffentlichen Entwicklungshilfe. 

Die Schweiz ist speziell gefordert, hier umgehend wirksame Gegenmassnahmen zu ergreifen. Das neue Dossier "Steuern und Entwicklung" zeigt, wie Steuerflucht Entwicklung behindert - und was die Schweiz dagegen tun kann.  Laut einer Studie der Erklärung von Bern (EvB) und von Alliance Sud müssen sie auch «mehr eigene Mittel mobilisieren». Das heisst: Sie müssen die Steuerflucht aus ihren Ländern in Steueroasen im Ausland eindämmen, insbesondere in die Schweiz, welche laut Studie «weiterhin ein sicheres Versteck» für Steuerhinterzieher aus den Entwicklungsländern bleibt.

Der Schweizer Bundesrat (Für Nichtschweizer: = Bundesregierung) erkennt 2012 erstmals Bedeutung von Steuern für Entwicklung an. So hat er 2012 zum ersten Mal grundsätzlich anerkannt, dass es aus «entwicklungspolitischer Logik» und «zum Erhalt der Reputation des Finanzplatzes Schweiz» nötig ist, den steuerlichen Informationsaustausch auch «Entwicklungsländern aller Entwicklungsstufen» zu gewähren.

Das Dossier „Steuern und Entwicklung" analysiert die Rolle der Schweiz und zeigt auf, wie unser Land die Entwicklungsländer in ihrem wichtigen Kampf gegen die internationale Steuerflucht unterstützen kann. Fünf Factsheets, u.a. zum automatischen Informationsaustausch, zu Trusts und Steuerabkommen mit Entwicklungsländern liefern weiterführende Informationen.

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Steuern und Entwicklung - Wie die Steuerflucht die Entwicklung behindert –  und was die Schweiz daran ändern kann - Autoren: Mark Herkenrath, Olivier Longchamp und Andreas Missbach

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Steuern und Entwicklung  - Inhalt:
Übersicht – Was die Schweiz tun kann 3
1. Einleitung – Steuern und Entwicklung 4
2. Internationale Steuerflucht:
Die Rolle der Schweiz 5
3. Doppelbesteuerungsabkommen 7
4. Einfache Steuerinformationsabkommen (TIEA) 9
5. Quellenbesteuerung – mit oder ohne Abgeltung 11
6. Automatischer Informationsaustausch 13
7. Steuervermeidung von Unternehmen 14
8. Steuern und Entwicklung: Die internationale Agenda 16
9. Fazit: Umsteuern! 18

Freitag, 17. August 2012

Handbuch zur Unterstützung von Kommunikations- und Öffentlichkeitsarbeit zu entwicklungspolitischen Themen

Das deutsche Entwicklungspolitische Schulaustauschprogramm (ENSA) unterstützt mit einem neuem Handbuch zur Kommunikations- und Öffentlichkeitsarbeit Schulen und Organisationen in ihrem Engagement, globale Zusammenhänge in der Öffentlichkeit bekannt zu machen. 

Hier sind Tipps, Anregungen, Beispiele aus der Praxis und weiterführende Links abrufbar, die auch auf andere Projekte anwendbar sind. Außerdem erfahren die Nutzer/-innen mehr über diskriminierungssensible Ansätze und die Bedeutung rassismuskritischer Öffentlichkeitsarbeit.

Entwicklungspolitische Themen lassen sich in der Öffentlichkeit oft nur schwer darstellen. Die Zusammenhänge sind meist komplex, die Bedeutung für unseren Alltag ist nicht immer auf den ersten Blick erkennbar und die Reproduktion von Stereotypen liegt häufig sehr nahe – und soll auf jeden Fall vermieden werden. Dennoch ist die Beschäftigung mit diesen Themen von großer Bedeutung.

Deshalb unterstützt ENSA Schulen und Organisationen in ihrem Engagement, globale Zusammenhänge, Fairen Handel, Gleichberechtigung und viele weitere Themen für Schülerinnen und Schüler ganz praktisch erfahrbar zu machen und die dabei gemachten Erfahrungen und Erlebnisse in der Öffentlichkeit bekannt zu machen. Hierzu findet man in dem 28seitigen Handbuch einige Tipps, Anregungen und Beispiele aus der Praxis.

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Handbuch zur Unterstützung von Kommunikations- und Öffentlichkeitsarbeit zu entwicklungspolitischen Themen (pdf, 28 Seiten, 1,24 MB)
17. 8.12   [Letzte Aktualisierung  17.8.12] Das Vorarlberger Bloghaus verlinkt interessante Weblogs.

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EIN WORT VORAB 4
Öffentlichkeitsarbeit? Kommunikationsarbeit? Multiplikationsarbeit? Wozu? 4
Kommunikations- und Öffentlichkeitsarbeit bei ENSA  5
Kommunikationsarbeit als Bildungsarbeit 5
Ihr seid Multiplikator_innen!  6
Wir unterstützen euch!6
Darstellung der ENSA-Förderung 7
Kommunikationsarbeit auf Augenhöhe  7
ENSA als Netzwerk und Plattform  8
Rassismen & Stereotypen begegnen 8

KOMMUNIKATION UND ZIELE   9
Die Stille-Projekt-Post  10
Die fünf „W-Fragen“  10
Einen Claim entwickeln  12
Eure Zielgruppen   13
Teamwork ist alles  14
Einen Fahrplan entwickeln 14

EIN KLEINER EXKURS – WELCHE MEDIEN EIGNEN SICH?  15
Die weite Welt im Internet   15
Bloggen: Tagebuch im Netz  16
Flyer, Broschüre und Co  17
Aktionen für Globales Lernen   18
Eine Aktion planen  19

TIPPS ZUR PRESSE- UND ÖFFENTLICHKEITSARBEIT  20
Sensible Öffentlichkeitsarbeit  21
Schöner Schreiben. 21
Umgang mit Fotos  21
Die Pressemitteilung  22
Presseeinladung, Pressekonferenz und Pressemappe  24
Vernetzung 25
Entscheidungsträger_innen ansprechen   26

WER WEISS WAS? – KONTAKTE UND MATERIALIEN 27

Montag, 23. Juli 2012

Verhindert wirtschaftliche Entwicklung Migration? EZA und Repression

Eine Einschätzung populärer Rezepte zum Umgang mit Migration aus Drittstaaten: Entwicklungszusammenarbeit und Repression. In welchem Maß kann die Schweiz die Zuwanderung aus Drittstaaten in der Zukunft steuern? Eignen sich Entwicklungszusammenarbeit und Repression als Maßnahmen für eine solche Steuerung?

Das sind die Fragen an die sich der schweizerische Think-Tank foraus - Forum Aussenpolitik - Forum de politique étrangère in einem 64seitigen Diskussionspapier heranwagt und überraschende Thesen darlegt, welche auch andernorts diskutiert werden dürfen. Vor allem erscheint die Instrumentalisierung der Entwicklungshilfe als Maßnahme gegen die Migration ein mehrschneidiges Schwert. Das Diskussionspapier steht als kostenloser PDF-Download zur verfügung.

Eine Analyse der Haltung politischer Verantwortungsträger/innen in der Schweiz zeigt, dass sie Immigration überwiegend als zu lösendes Problem wahrnehmen. Die dauerhafte Verringerung von Einwanderung ist unausgesprochenes Ziel vieler Politiker/innen. Sie setzen ihre Hoffnungen typischerweise in zwei Rezepte: Wirtschaftliche Entwicklung der Herkunftsregionen und Repression. Weil die beiden Rezepte als Alternativen wahrgenommen werden, besteht die Tendenz, die eine Strategie stärker zu betonen, wenn Zweifel an der Wirksamkeit der anderen aufkommen.

In der Schweizer Migrationspolitik zählt derzeit die nachweisbare Wirkung von Massnahmen kaum. So verwundert es nicht, dass die Entwicklungszusammenarbeit zur Verminderung der Zuwanderung zumindest rhetorisch instrumentalisiert wird. Da Entwicklung aber mehr Menschen die Möglichkeit zur Migration gibt, ist diese Ausrichtung der Entwicklungszusammenarbeit nicht wirksam. Schlimmer noch: Die Entwicklungszusammenarbeit riskiert dabei, ihr eigentliches Ziel – die Armutsreduktion – zu verfehlen. Die Mittel der Direktion für Entwicklung und Zusammenarbeit (DEZA) kämen, wenn sie zur Verhinderung der Migration eingesetzt würden, nicht dort zum Einsatz, wo sie bestmöglich zur Entwicklung und Armutsreduktion beitragen können. Stattdessen würden sie dort eingesetzt, wo die Verwaltung das grösste Potenzial für die Senkung des Migrationsdruckes vermutet. Dies ist nicht in den ärmsten Ländern und nicht bei den ärmsten Menschen.

Think-Tank foraus - Forum Aussenpolitik - Forum de politique étrangère. Der unabhängige Think-Thank engagiert sich mit wissenschaftlich fundierten Diskussionsbeiträgen für eine konstruktive Schweizer Aussenpolitik. Die foraus-Mitglieder sind in zehn thematischen Arbeitsgruppen tätig, um aussenpolitische Herausforderungen zu analysieren und mit konkreten Lösungsvorschlägen einen informierten Dialog anzuregen. foraus wurde im Herbst 2009 in Bern gegründet und ist schweizweit aktiv.

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foraus – Diskussionspapier | Verhindert wirtschaftliche Entwicklung Migration? EZA und Repression, PDf. 64 S., Juli 2012
[Letzte Aktualisierung 22.7.12] Das Vorarlberger Bloghaus verlinkt interessante Weblogs.

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Ein schneller Blick in das INHALTSVERZEICHNIS

Executive Summary 2
Inhaltsverzeichnis 4
Einleitung 5
1 Kontext und Begrifflichkeiten 8
2 Die Haltung von Verantwortungsträgern in der Schweiz 12
2.1 Die PositionEN der Parteien 12
2.2 Standpunkte und deklarierte Ziele der Behörden 16
2.2.1 Armut als Auswanderungsgrund? 16
3 Der Zusammenhang zwischen Entwicklung und Migration 19
3.1 Entwicklungsniveau und Emigration: Der Migrationsbuckel 19
3.1.1 Gründe für den Migrationsbuckel 21
3.1.2 Strukturwandel: Buckel oder Plateau 26
3.2 Länderbeispiele 28
3.2.1 Nigeria 28
3.2.2 Türkei 31
4 Konsequenzen für die Entwicklungs- und Migrationspolitik 36
4.1 Zielkonflikt: Armutsreduktion und Migrationsverhinderung 37
4.2 Begrenzte Wirkung der Entwicklungszusammenarbeit 38
4.3 Migration als Faktor für Entwicklung 39
4.3.1 Die optimistische Beurteilung 39
4.3.2 Die pessimistische Einschätzung 40
4.4 Langfristige Entwicklung der Migration 42
5 Zur Steuerungswirkung der Repression 44
5.1 Hindernisse bei der Einreise 44
5.2 Hindernisse beim Zugang zum Arbeitsmarkt 46
5.3 Durchsetzung der Wegweisung 48
5.4 Nebeneffekte der Repression 50
6 Fazit 52
Literaturverzeichnis 55
Wissenschaftliche Literatur 55
Materialien der Verwaltung und des Parlaments 59
Online Ressourcen 60

Freitag, 20. Juli 2012

Child Development Index 2012: ~60 Millionen Kinder mangelernährt!

Die Zahl von mangelernährten Mädchen und Jungen ist seit 2000 um 1.5 Millionen auf insgesamt 58.7 Millionen weltweit gestiegen und hat damit in dieser Dekade einen neuen Höchstwert erreicht.

Die internationale Kinderrechtsorganisation "Save the Children" veröffentlichte zum dritten Mal den Child Development Index 2012. Die neue Studie von Save the Children zur weltweiten Entwicklung von Kindern zeigt erschreckende Zahlen. Der Index vergleicht die Entwicklung von Kindern in 141 Ländern. Anhand von Kriterien zu Gesundheit, Bildung und Ernährung zeigt er, wo auf der Welt es Kindern am besten und wo es ihnen am schlechtesten geht.

Österreich. Japan führt die Rangliste an, Somalia steht an letzter Stelle. Deutschland findet sich auf Platz 3 wieder. Es hat sich gegenüber dem ersten Bericht um 19 Plätze verbessert. Österreich liegt zum zweiten Mal auf Platz 15. Im ersten Bericht lag es noch auf Platz 13 und damit vor der Schweiz und Deutschland. Die Schweiz hat sich hingegen im Ranking auf Platz 7 verbessert und damit gegenüber dem ersten Bericht gleich 8 Plätze aufgeholt.

Hungersnot in Afrika. Die letzten 10 Plätze belegen ausschließlich afrikanische Länder. Das besetzte palästinensische Gebiet (Gaza/West Bank) hat sich um über 50 Plätze verschlechtert, Tansania hat sich im Ländervergleich um 30 Plätze verbessert.

Prinzip Hoffnung. Der Child Development Index zeigt neben der besorgniserregenden Verschlechterung im Ernährungsbereich erfreuliche Veränderungen bei Bildung und Gesundheit. Seit der ersten Datenerhebung Mitte der 90er Jahre (1995-1999) haben sich in 90% der Länder die Lebensumstände von Kindern verbessert: Pro Tag sterben 9000 Mädchen und Jungen unter 5 Jahren weniger und 50 Millionen mehr Kinder erhalten eine Grundschulbildung.

Save the Children. Save the Children ist nach eigenen Angaben die weltweit größte unabhängige Kinderrechtsorganisation. 29 Mitgliedsorganisationen bilden die Nichtegierungsorganisation "Save the Children International", deren Sekretariat in London sitzt, von wo aus die Arbeit der nationalen Organisationen koordiniert wird. In 120 Ländern führt Save the Children Projekte durch, die Kindern, ihren Familien und ihrem Umfeld zugute kommen. Der Schwerpunkte der Arbeit liegen in den Bereichen Schule und Bildung, Schutz vor Ausbeutung und Gewalt sowie Gesundheit und Überleben. Außerdem hilft die Organisation Kindern und ihren Familien in Katastrophensituationen. Save the Children hat Beraterstatus beim Wirtschafts- und Sozialrat (ECOSOC) der Vereinten Nationen.

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Child Development Index 2012 (PDF 1.69 MB)
Save the Children International
Save the Children Deutschland
Save the Children Schweiz

Donnerstag, 5. Juli 2012

Germany ist in der Pflicht: Das Londonder Schuldenabkommen von 1953

Das deutsche Wirtschaftswunder – ein Sonderfall? Oder ein deutliches Beispiel dafür, dass wirtschaftlicher Aufschwung möglich ist, wenn der politische Wille dazu da ist?  

Von humanen Rückzahlungsbedingungen, wie Deutschland sie 1953 erhalten hat, können die hoch verschuldeten Länder heute nur träumen. Viele von ihnen müssen einen Großteil ihrer Einnahmen für den Schuldendienst aufwenden und mit Sozialabbau reagieren. Die Bundesrepublik Deutschland – vor 60 Jahren selbst noch ein Schuldnerland – hat sich beieleibe nicht selbst am Zopf aus dem Sumpf gezogen und gehört heute zum Kreis der mächtigsten Gläubiger.

Der 27. Februar 1953 ist ein historischer Tag für die Bundesrepublik Deutschland. An diesem Tag wurde in der der britischen Hauptstadt das "Londoner Schuldenabkommen" unterzeichnet, von Vertragspartner, die wenige Jahre zuvor noch Kriegsgegner waren: Die junge Bundesrepublik auf der einen Seite und die West-Alliierten, vertreten durch England, Frankreich, und den USA sowie weitere Gläubigerstaaten auf der anderen Seite. Insgesamt waren Vertreter aus mehr als 20 Staaten beteiligt.

Das Londoner Schuldenabkommen mit seinen außergewöhnlich humanen Konditionen für das hoch verschuldete Nachkriegs-Deutschland hat wesentlich zum deutschen Wirtschaftswunder der 1950er und 60er Jahre und zu einem schnellen Wiederaufbau des zerstörten Landes beigetragen. Das Abkommen ist noch heute eines der wenigen historischen Beispiele dafür, wie umsichtig und Schuldenmanagement sein kann - wenn der politische Wille dazu vorhanden ist.

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[Letzte Aktualisierung 5.7.12]

Mittwoch, 27. Juni 2012

Ethischer Konsum zwischen Verweigerern, Skeptikern, Pragmatikern und Aktiven



Verbrauchervertrauen durch persönliches Netzwerk und unabhängige Kontrollinstanzen.

Mit der LOHAS-Bewegung (Lifestyles of Health and Sustainability) vollzog sich eine Entideologisierung und Ästhetisierung des ethischen Konsums. Dieser individualistische, lifestyle- und genussorientierte Ansatz wird nun ergänzt durch ein verantwortungsvolles, pragmatisches Handeln, das sich an gemeinsamen Werten orientiert. Ethische Prinzipien haben für die Konsumkultur entscheidend an Relevanz gewonnen. Als „bio“ oder „fair“ gekennzeichnete Produkte geben den Menschen (noch) die Sicherheit, die richtige Wahl getroffen zu haben.

Ethische Produkte bzw. ethisch handelnde Unternehmen gelten als vertrauenswürdig. Je größer und unübersichtlicher der „ethische Markt“ wird, umso größer ist allerdings auch die Gefahr, dass dieser Vertrauensvorschuss verpufft.

Parallel zur erhöhten „ethischen“ Sensibilität steigt auch die Unsicherheit: Nicht nur die Häuifgkeit von Skandalen und Krisen führt zu einem Leben in Dauerunsicherheit, auch die Konfusion und gefühlte Überforderung erschweren die alltägliche Navigation im Informationsdschungel und hemmen Orientierung und Vertrauensaufbau. In einer unübersichtlichen Welt suchen
Konsumenten nach klaren Werten und verlässlicher Orientierung. Vertrauen wird dabei zur neuen Währung.

Die Politik hat als Orientierung gebende und Vertrauen schaffende Instanz an Bedeutung verloren. Unternehmen stoßen in dieses Vakuum und besetzen das Thema durch CSR-Maßnahmen, erleiden aber auch Vertrauensverluste. Kontrollinstanzen wie Testinstitute oder NGOs
gelten grundsätzlich als vertrauenswürdig, ebenso wie das eigene soziale Netz.

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Otto Group Trendstudie 2011 - Verbraucher-Vertrauen: Auf dem Weg zu einer neuen Wertekultur
22.11.11 [Letzte Aktualisierung 27.6.12]

Inhalt


SEITE 4 - EXECUTIVE SUMMARY


SEITE6 [KAPITEL1]
ENTWICKLUNG DES ETHISCHEN KONSUMS VON2007 BIS HEUTE
Von Ästhetik zu Verantwortung. Ethischer Konsum wird wichtiger und differenziert sich aus.


SEITE 14 [KAPITEL2]
ETHISCHER KONSUM UND VERBRAUCHERVERTRAUEN
Vertrauen heißt Erwartungen erfüllen und Unsicherheit vermeiden. Gemeinsame Werte und Handeln entlang ethischer Prinzipien fördern Vertrauensaufbau.


SEITE 20 [KAPITEL3]
VIERKONSUMTYPEN: VERWEIGERER, SKEPTIKER, PRAGMATIKER, AKTIVE
VierSegmente mit unterschiedlichen Einstellungen, Werteorientierungen und Handlungsmustern im Kontext von ethischem Konsum und Vertrauen


SEITE28 [KAPITEL4]
VERBRAUCHERVERTRAUEN IM STAKEHOLDER-UMFELD
Politik und Wirtschaft erleiden Vertrauensverluste, persönliche Bekannte und unabhängige Kontrollinstanzen sind Vertrauensgewinner.


SEITE 34 [KAPITEL5]
IMPLIKATIONEN FÜR UNTERNEHMEN
Langfristig, ehrlich, dialogorientiert: Unternehmenswerte werden wichtiger als Markenwerte.


SEITE 42 [KAPITEL6]
FAZIT UND AUSBLICK
Vertrauen als neue Währung und Treiber für den ethischen Konsum


SEITE 46
METHODIK


SEITE50
QUELLENVERZEICHNIS
IMPRESSUM

Die vorliegende Studie ist die dritte OttoGroup-Trendstudie zum Thema ethischer Konsum.

Samstag, 28. April 2012

“Mit kolonialen Grüßen…"

Berichte und Erzählungen von Auslandsaufenthalten rassismuskritisch betrachtet

Die im März 2012 erschienene Broschüre des glokal e.V. bietet einen Einstieg für Menschen, die sich Gedanken darüber machen wollen, inwiefern ihre Wahrnehmungen und Berichte über den globalen Süden in koloniale und rassistische Strukturen verwickelt sind.

Wenn wir auf Reisen oder sogar für eine längere Zeit in den globalen Süden gehen, erleben wir ungemein viel und möchten gerne unseren Freund en und Verwandten zuhause berichten und sie an unseren Erlebnissen, Erfahrungen und Eindrücken teilhaben lassen.

Ganz egal, ob wir als Tourist en, z.B. als Backpacker (Rucksacktourist] unterwegs sind, dort einen Job, einen Freiwilligendienst oder ein Praktikum absolvieren – wir fotografieren und erzählen in E-Mails, Social Media, (Rund-)Briefen oder einem eigenen Blog, wie es uns geht, was uns bewegt, überrascht, glücklich macht oder irritiert. Wieder zurück in der Heimat geht das Erzählen und das Zeigen von Fotos meist erst richtig los.

Diese Broschüre bietet einen Einstieg für Menschen, die sich Gedanken darüber machen wollen, inwiefern ihre Wahrnehmungen und Berichte über den globalen Süden in rassistische und koloniale Strukturen verwickelt sind. Sie führt in  zentrale Themen wie Macht- und Herrschaftsverhältnisse im
globalen Kontext, Kolonialismus und Rassismus sowie in die Wirkmacht von Bildern und Sprache ein. Darüber hinaus werden einige der üblicherweise in Berichten auftauchenden Erzählmuster aufgezeigt und analysiert.

Leitfragen und Anregungen ermöglichen es, eigene Vorstellungen, Sprechweisen und Bilder selbstkritisch unter die Lupe zu nehmen und davon ausgehend alternative Handlungsoptionen zu entwickeln.

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“Mit kolonialen Grüßen… Berichte und Erzählungen von Auslandsaufenthalten rassismuskritisch betrachtet” (pdf, 7,3 MB, 40 Seiten)
28.4.12/

Sonntag, 4. März 2012

Jugend am Mittelmeer: Arbeitslose Akademiker, schlecht bezahlte Jobs, viele NEETs

Leben am Mittelmeer, in mediterranem Klima, mit mediterraner Küche, ... In diesem Ambientezu leben ist der Wunschtraum von Genrationen von jungen Menschen Europas. Wie sieht aber das mediterrane Europa wirklich aus, wie sieht es um das Mittelmeer wirklich aus?

Die European Training Foundation (ETF) hat einen Bericht über die Beschäftigungssituation in 14 Partnerländern der Mittelmeerunion vorgelegt, den so genannten Union for the Mediterranean Regional Employability Review 2011, und dabei einen Schwerpunkt auf das Thema Jugendbeschäftigung gelegt. Die Analyse umfasst Albanien, Bosnien & Herzegowina, Kroatien, Montenegro, Israel, Marokko, Ägypten, Algerien, Tunesien, Syrien, Türkei, Jordanien, Libanon und das Westjordanland.

Der Bericht gibt einen Überblick über die Bildungs- und Ausbildungssysteme in den porträtierten Ländern und beschreibt die Lage auf dem Arbeitsmarkt. Wichtigste Botschaft des Berichts ist die Aufforderung an die jeweiligen Regierungen, sich mit drei Gruppen von Jugendlichen auseinanderzusetzen, die im Zusammenhang mit dem Thema Beschäftigung besonderes Augenmerk verlangen:
arbeitslose Jugendliche mit akademischem Abschluss,
Jugendliche mit unterbezahlten Jobs im informellen Sektor,
NEETs.

Folgende Empfehlungen werden in dem Bericht ausgesprochen:
  • die Erweiterung, abwechslungsreichere Gestaltung und qualitative Verbesserung der weiterführenden (Aus)Bildung, da Jugendliche in vielen mediterranen Ländern bereits mit 15 Jahren von der Schule abgehen,
  • die Stärkung der öffentlichen Arbeitsberatungsdienste, insbesondere im Hinblick auf Jobangebote und Berufsberatung für junge Frauen,
  • die Förderung von (Klein-)Unternehmertum und Start-ups, da die Region einen im europäischen Vergleich (6 Prozent) viel höheren Anteil an Selbständigen hat (15 Prozent).
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  1. Zusammenfassung des Berichts (PDF, 356 KB):“Union for the Mediterranean Regional Employability Review 2011”
  2. Schon gehört: "NEETs"?

Samstag, 4. Februar 2012

Innovationen für globale Herausforderungen

Wie können Schulen in Schwellenländern mit Computern ausgestattet werden? Warum sind indexbasierte Mikro-Versicherungen erfolgreicher? Was wirkt besser in akuten Hungerkrisen - Lebensmittelgutscheine oder Cash-Auszahlungen? Warum können Landrechte bis zu 500 Millionen Menschen aus der Armut holen? Dies sind einige von rund hundert globalen Fragen, auf die der Lösungsband des 3. Global Economic Symposiums (GES) 2010 Antworten gibt, der jetzt in gedruckter und digitaler Form vorliegt (Download siehe Link).

Global Economic Symposium 2011. Unter der Schirmherrschaft des Präsidenten der Europäischen Kommission, José Manuel Barroso, wird das 4. GES vom 4. bis 6. Oktober dieses Jahres in Kiel stattfinden und unter dem Motto "New Forces of Global Governance" stehen. Rund 400 hochkarätige Politiker, Unternehmer und Wissenschaftler, darunter mehrere Nobelpreisträger, werden erwartet. Auch Alt-Bundeskanzler Helmut Schmidt hat sein Kommen zugesagt.

Das GES 2011 findet vom 4. bis 6. Oktober 2011 im Atlantic Hotel Kiel statt und wird vom Institut für Weltwirtschaft (IfW) und der Bertelsmann Stiftung, in Kooperation mit der Deutschen Zentralbibliothek für Wirtschaftswissenschaften - Leibniz-Informations-zentrum Wirtschaft (ZBW) organisiert. Weitere Informationen zu den Sprechern und Themen des GES finden Interessierte (siehe Link) auf der Homepage.

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17.7.11/5.2.11/


ÜBERSICHT Inhalt des Downloads: 3. Global Economic Symposiums (GES) 2010
About the GES
1. Global Citizenship and the Global Economic Symposium (GES) 2
2. The GES as a Social Organism  10
3. The GES 2010  12
4. Global Economic Solutions  15
5. Global Economic Fellows: Intergenerational Dialogue 19
6. Popular Solutions
THE GLOBAL ECONOMY
1. Reassessing Central Banking 24
2. Fighting Sovereign Debt Crises Worldwide  30
3. Responses to Potential National Insolvency 34
4. Escaping the Informal-Employment Trap in Developing Countries 40
5. Women as Foundation for Rural Development Policy  46
6. Improving Educational Infrastructure through Emerging Technologies 52
7. Rebalancing Trade and Capital Flows 60
8. Building Thriving Companies in Low-Income Economies 66 
THE GLOBAL SOCIETY
1. Financing Old Age  74
2. Growth through Poverty Reduction and Financial Inclusion  82
3. Providing Portable Unemployment Insurance to Overseas Workers 88
4. Growing the Social Economy in a Fiscal Crisis 94
5. Shared Value and Sustainable Business Strategy  100
6. Preparing for Environmental Migration 110
THE GLOBAL POLITY
1. Stopping Human Trafficking  118
2. The Psychology of Terrorism  126
3. Sustainability and Global Governance 136
4. Cybercrime, Cybersecurity and the Future of the Internet 142
5. Working Group on Building States and Markets  152
THE GLOBAL ENVIRONMENT
1. Reconciling Trade and Carbon Governance  164
2. Climate Change and Economic Development  168
3. Meeting the Rising Global Demand for Food 174
4. Tackling the Tragedy of the Water Commons 
5. Towards a Global Electricity Market 190
Organizers, Sponsors, and Partners
Imprint


7.6.11.> 17.7.11| 5.2.12/

Donnerstag, 29. September 2011

Bischof Kräutler erfolgreich: Baustopp für Mega-Staudamm?

Das meldet u.a. Vol.at. unter Berufung auf eine APA-Meldung: 

"Einer der engagiertesten Kämpfer gegen das Vorhaben ist der aus Österreich stammende Bischof Erwin Kräutler. Auch auf Zuliefererseite gibt es mit der Andritz AG einen heimischen Akteur. Im Februar 2011 sicherte sich der börsennotierte österreichische Anlagenbauer einen Auftragsanteil in dreistelliger Millionenhöhe.

Internationale Aufmerksamkeit erregte der Fall auch durch Starregisseur James Cameron. Der Oscar- Preisträger hatte gewarnt, die lokalen Stämme im Amazonas- Regenwald könnten Gewalt anwenden, um den Bau zu stoppen."

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Montag, 18. Juli 2011

Bischof Kräutler „Aber im Endeffekt dreht sich doch alles nur ums Geld.“

Die katholische Kirche hat in der letzten Zeit viele Schlagzeilen produziert. Ein bisschen geht dabei unter, dass die katholische Kirche aus vielen Menschen besteht. Auch aus dem Vorarlberger Bischof Erwin Kräutler, dem Inhaber des Alternativen Nobelpreises.



„Und wenn sie’s wieder und wieder betonen, auch aus1000Lügen wird doch keine Wahrheit.“ Man habe die Indios über den Tisch gezogen. Wenn die ersten Bagger auffahren, wird Kräutler mit den Leuten draußen stehen. Ob alle friedlich bleiben, wagt er nicht vorher zu sagen. Dabei könnte er längst kürzertreten. Fast alle, die mit ihm Anfang der 1980er- Jahre zu Bischöfen geweiht wurden, sind heute in Rente. (Interview Vorarlberg Online 15.6.11)

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Samstag, 16. Juli 2011

Katastrophe am Horn von Afrika: 500.000 Kinder sind akut vom Hungertod bedroht

Millionen Kinder brauchen dringend unsere Hilfe! 

Das Überleben der Kinder in Somalia, Kenia, Äthiopien und Dschibuti wird von der schlimmsten Dürre seit über 50 Jahren bedroht. Dramatisch angestiegene Lebensmittelpreise und bewaffnete Konflikte verschärfen die Situation.

Kinder brauchen Hilfe. In einigen Regionen wie in Nordkenia leidet bereits jedes vierte Kind an akuter Mangelernährung, in Somalia ist der Anteil noch höher. Zehntausende Familien haben ihre Ernte und ihr Vieh verloren, vor allem die Kleinsten und Schwächsten sind in akuter Lebensgefahr – ihre mangelernährten Körper können tödlichen Krankheiten nichts mehr entgegensetzen.


Die Vereinten Nationen gehen von der derzeit schwersten Nahrungsmittelkrise auf der Welt aus: Insgesamt brauchen 2 Millionen Kinder dringend unsere Hilfe, 500.000 Kinder sind akut vom Hungertod bedroht.

UNICEF bittet dringend um Hilfe: Österreichisches Komitee für UNICEF; PSK 15 16 500; BLZ 60.000; "Kinder Horn von Afrika "

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