Verkehrte Welt: Chancen für sozial schwächere Schüler sind in der Türkei Spitze - Österreich am finsteren Ende

Schüler aus armen Familien haben in Deutschland und Österreich weniger Chancen, zu den Besten ihrer Altersgruppe zu gehören, als in den meisten anderen OECD-Ländern. Korea, Finnland, Japan und die Türkei schneiden nach Erkenntnissen der Studie von allen OECD-Mitgliedern am besten ab. Österreich, Luxemburg und die Slowakei hingegen haben im Vergleich am wenigsten Schüler, bei denen der familiäre Hintergrund sich nicht negativ auf die Schulleistungen auswirkt.

Wie aus der letzten Ausgabe von "PISA im Fokus" hervorgeht, schafft es in Österreich nur jeder fünfte Schüler aus sozial schwachen Verhältnissen ins obere Leistungsviertel. In Deutschland sind die Werte nur geringfügig besser, während im OECD-Schnitt ein Drittel aller Schüler aus prekären Verhältnissen ein sehr gutes Leistungsniveau aufweisen.

Die Analyse geht der Frage nach, welche Faktoren dazu führen, dass einige sozial benachteiligte Schüler es schaffen, Kinder mit dem gleichen sozio-ökonomischen Hintergrund von den Schulleistungen her weit hinter sich zu lassen. Sie wertet dazu die Ergebnisse der PISA Tests aus dem Jahr 2006 und 2009 aus und kommt zu zwei Ergebnissen:
1) Schüler, die von ihren Leistungen überzeugt sind, schneiden in Prüfungen besser ab als jene, die weniger Selbstvertrauen haben. Persönliche Motivation ist dabei in manchen Ländern wichtiger als Argumente von außen – wie zum Beispiel die Aussicht auf einen Arbeitsplatz. 
2) Je mehr Zeit Kinder in der Schule verbringen, desto wahrscheinlicher ist es, dass sie unabhängig von ihrem sozialen Hintergrund gute Leistungen erbringen. Längeres Lernen in der Schule hilft dabei vor allem sozial schwachen Schülern, besser abzuschneiden, als andere Kinder mit gleichem Hintergrund.
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27.6.11/19.9.11/

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