Vorstoß für eine europäische Agenda für den sozialen Wohnungsbau

Die sozialdemokratische Fraktion im Ausschuss der Regionen hat ein Broschüre zu einer geforderten Agenda für den sozialen Wohnbau vorgelegt. Sie verweist darin darauf, dass Artikel 34 der Charta der Grundrechte lautet: 
„Um die soziale Ausgrenzung und die Armut zu bekämpfen, anerkennt und achtet die Union das Recht auf eine soziale Unterstützung und eine Unterstützung für die Wohnung, die allen, die nicht über ausreichende Mittel verfügen, ein menschenwürdiges Dasein sicherstellen sollen, nach Maßgabe des Gemeinschaftsrechts und der einzelstaatlichen Rechtsvorschriften und Gepflogenheiten.“
Diese Broschüre soll nach Ansicht der AutorInnen dafür sensibilisieren, wie wichtig der soziale Wohnungsbau für Bürgerinnen und Bürger ist, und zeigen, was für die Entwicklung einer gerechten Gesellschaft getan werden soll.

Aus der Broschüre: Empfehlung 5 der Internationale Mieterallianz (IUT):
  • Bau  einer  ausreichenden  Zahl  erschwinglicher  Mietwohnungen  in  allen  Gebieten  und Erhöhung des Angebots insbesondere in boomenden Regionen und Universitätsstädten
  • In Zeiten der Kredit-, Schulden- und Euro-Krise verlagert sich die Wohnungsnachfrage von teurem zu erschwinglichem Wohnraum und von eigentümergenutzen zu gemieteten Wohnungen. Die meisten Regierungen handeln jedoch entgegengesetzt: Sie spornen die Anbieter von Sozialwohnungen dazu an, ihren Wohnungsbestand zu verkaufen, und fördern eine Politik der Eigentümernutzung, was eine Ausbreitung der Finanzkrise bewirken und noch mehr Probleme auf den Wohnungsmärkten verursachen wird. 
  • Der Markt kann sich nicht selbst regulieren und hat keine soziale oder integrative Dimension, weshalb Investitionen in erschwinglichen Wohnraum als  öffentliche  Verantwortung, öffentliches  Gut  und  öffentliche  Dienstleistung erachtet werden sollten. Da das Wohnen in Miete für die städtischen Armen eine wichtige Option ist, wird die Begrenzung des Mietwohnraums zur vermehrten Entstehung von Armenvierteln sowie dazu führen, dass Wohnungen unangemessen bzw. überbelegt sind. Deshalb muss die Erhöhung des Angebots an erschwinglichen Wohnungen eine unabdingbare Voraussetzung sein, insbesondere in boomenden Regionen und Universitätsstädten, in denen die Konzentration junger Menschen besonders hoch ist.
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PDF: Eine europäische Agenda für den sozialen Wohnungsbau
10.10.12  [Letzte Aktualisierung  10.10.12] Das Vorarlberger Bloghaus verlinkt interessante Weblogs.

Lohnt sich ein Download? Ein Blick auf das INHALTSVERZEICHNIS:
  • VORWORT 4
  • EINLEITUNG  10
  • Menschenwürdiges Wohnen für alle: eine politische Priorität für die SPE-Fraktion im 
  • Ausschuss der Regionen 10
  • TEIL I  13
  • Die Erarbeitung einer Europäischen Agenda zum sozialen Wohnungsbau ..13
  • Erschwingliches Wohnen für alle zur Förderung der wirtschaftlichen Stabilität 16
  • Bessere Regierungsführung zur Förderung des erschwinglichen Wohnens für alle 24
  • Erschwingliches Wohnen für alle zur Förderung der sozialen Integration 30
  • Intelligentes Wachstum zur Förderung des erschwinglichen Wohnens für alle 44
  • Energieeffizientes Wohnen für alle zur Förderung der ökologischen Nachhaltigkeit 50
  • Bestimmungen zum sozialen Wohnungsbau in der EU: Erfahrungen vor Ort 59
  • Belgien 60
  • Deutschland 66
  • Frankreich 75
  • Italien 84
  • Luxemburg 90
  • Malta 94
  • Österreich 99
  • Polen 103
  • Spanien 109
  • Tschechische Republik 114
  • Vereinigtes Königreich 120
  • TEIL III  127
  • Europa Habitabilis: Wohnungsbau durch die Linse von Loïc Delvaulx 127
  • Brüssel 130
  • Budapest 139
  • Dünkirchen  155
  • Lissabon 166
  • Malmö  178
  • DANKSAGUNG  187

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