Kinderschutz im Netz: Europäische Kommission rügt die Mitgliedsstaaten

In einem am 13. September 2011 von der Europäischen Kommission vorgelegten Bericht wird untersucht, wie die Mitgliedstaaten EU-Empfehlungen umsetzen und damit gewährleisten, dass Kinder die Möglichkeiten der digitalen Welt vertrauensvoll und sicher nutzen können. Auch bei Anerkennung der Leistungen rügt die Kommission die getroffenen Maßnahmen jedoch als insgesamt unzureichend.

Aus dem Bericht geht konkret hervor, dass die EU-Staaten keine angemessenen Maßnahmen treffen oder jeweils unterschiedliche Konzepte verfolgen, wenn es darum geht, illegale oder schädliche Inhalte zu melden und zu bekämpfen sowie sicherzustellen, dass Kinder altersgerechte Inhalte abrufen, die sozialen Netzwerke für Kinder sicherer zu machen und Kinder vor schädlichen Videospielen zu schützen.

Beispielsweise bestehen zahlreiche Unterschiede zwischen den Mitgliedstaaten in der Art und Weise, wie Hotlines die Legalität oder potenzielle Schädlichkeit der ihnen gemeldeten Inhalte überprüfen, deren Quelle feststellen und diese den zuständigen Behörden mitteilen.

Auch nutzen die EU-Staaten unterschiedliche Alterseinstufungssysteme und technische Mittel, um zu gewährleisten, dass Websites und Spiele stets altersgerecht sind. Der Bericht zeigt, dass der Schutz von Kindern in diesen Bereichen deutlich verbessert werden kann. Die Kommission wird sich im weiteren Verlauf des Jahres im Rahmen einer breit angelegten Initiative zur Schulung und zum Schutz von Kindern beim Umgang mit neuen Technologien mit diesen Fragen befassen.

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Bericht der Kommission: Schutz der Kinder in der digitalen Welt 

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