Österreich: Höchste Recyclingrate der EU

Studie zeigt: Österreich hat im Jahr 2010 fast zwei Drittel (63 Prozent) der Siedlungsabfälle recycelt und ist damit europäischer Spitzenreiter bei der Wiederverwertung von Hausmüll und ähnlichen Abfällen.

Österreich, Deutschland und Belgien haben im Jahr 2010 in Europa am meisten Siedlungsabfall recycelt. Wenngleich einige Länder schnell ansteigende Recyclingraten verzeichnen, verschwendet Europa durch die Entsorgung über Abfalldeponien noch immer enorme Mengen wertvoller Ressourcen. Außerdem laufen viele Länder Gefahr, die gesetzlich festgelegten Recyclingziele nicht zu erreichen. Das zeigt der neue Bericht der Europäischen Umweltagentur über die Entsorgung von festen Siedlungsabfällen in den 27 Mitgliedstaaten der EU, Kroatien, Island, Norwegen, der Schweiz und der Türkei.

Insgesamt stieg der Anteil der recycelten Siedlungsabfälle in Europa von 2001-2010 von 23 Prozent auf 35 Prozent. Wie Österreich verzeichnen auch Deutschland (62 Prozent), Belgien (58 Prozent), die Niederlande (51 Prozent) und die Schweiz (51 Prozent) hohe Recyclingraten.

Andere Länder, wie Bulgarien und Rumänien, können das von der EU in der Abfallrichtlinie vorgegebene Ziel, bis 2020 mindestens 50 Prozent des Hausmülls und ähnlicher Abfälle wiederzuverwerten, nur schwer erreichen. Beide Länder müssen zur Erfüllung des Ziels bis 2020 ihre Recyclingtätigkeiten in diesem Jahrzehnt um mehr als vier Prozentpunkte pro Jahr erhöhen. Eine derartige Steigerung gelang zwischen 2001 und 2010 noch keinem Land.

Die größte Steigerungsrate bei den recycelten Siedlungsabfälle erzielte England. Im Berichtszeitraum stieg der Recyclinganteil von 12 auf 39 Prozent. Irland erhöhte die Recyclingraten von 2001-2010 von 11 auf 36 Prozent. Slowenien, Polen und Ungarn haben ihre Recyclingraten seit ihrem EU-Beitritt ebenfalls erheblich verbessert.

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