Jugend am Mittelmeer: Arbeitslose Akademiker, schlecht bezahlte Jobs, viele NEETs

Leben am Mittelmeer, in mediterranem Klima, mit mediterraner Küche, ... In diesem Ambientezu leben ist der Wunschtraum von Genrationen von jungen Menschen Europas. Wie sieht aber das mediterrane Europa wirklich aus, wie sieht es um das Mittelmeer wirklich aus?

Die European Training Foundation (ETF) hat einen Bericht über die Beschäftigungssituation in 14 Partnerländern der Mittelmeerunion vorgelegt, den so genannten Union for the Mediterranean Regional Employability Review 2011, und dabei einen Schwerpunkt auf das Thema Jugendbeschäftigung gelegt. Die Analyse umfasst Albanien, Bosnien & Herzegowina, Kroatien, Montenegro, Israel, Marokko, Ägypten, Algerien, Tunesien, Syrien, Türkei, Jordanien, Libanon und das Westjordanland.

Der Bericht gibt einen Überblick über die Bildungs- und Ausbildungssysteme in den porträtierten Ländern und beschreibt die Lage auf dem Arbeitsmarkt. Wichtigste Botschaft des Berichts ist die Aufforderung an die jeweiligen Regierungen, sich mit drei Gruppen von Jugendlichen auseinanderzusetzen, die im Zusammenhang mit dem Thema Beschäftigung besonderes Augenmerk verlangen:
arbeitslose Jugendliche mit akademischem Abschluss,
Jugendliche mit unterbezahlten Jobs im informellen Sektor,
NEETs.

Folgende Empfehlungen werden in dem Bericht ausgesprochen:
  • die Erweiterung, abwechslungsreichere Gestaltung und qualitative Verbesserung der weiterführenden (Aus)Bildung, da Jugendliche in vielen mediterranen Ländern bereits mit 15 Jahren von der Schule abgehen,
  • die Stärkung der öffentlichen Arbeitsberatungsdienste, insbesondere im Hinblick auf Jobangebote und Berufsberatung für junge Frauen,
  • die Förderung von (Klein-)Unternehmertum und Start-ups, da die Region einen im europäischen Vergleich (6 Prozent) viel höheren Anteil an Selbständigen hat (15 Prozent).
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  1. Zusammenfassung des Berichts (PDF, 356 KB):“Union for the Mediterranean Regional Employability Review 2011”
  2. Schon gehört: "NEETs"?

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