Dritter EU-Jahresbericht über Einwanderung und Asyl im Jahre 2011

Die Europäische Kommission veröffentlichte den Bericht über die Entwicklungen in den Bereichen Einwanderung und Asyl im Jahr 2011. Das Papier liegt auch in deutscher Sprache vor.

Im dritten Jahresbericht über Einwanderung und Asyl (für 2011) werden die wesentlichen Entwicklungen auf EU- und nationaler Ebene zur Bewältigung der Herausforderungen in diesem Bereich herausgestellt. Insbesondere soll gewährleistet werden, dass

  • die Möglichkeiten für legale Migration und Mobilität auf die Bedürfnisse der EU ausgerichtet werden;
  • weiter an einer wirksamen Integration gearbeitet wird, um nicht nur wirtschaftlich, sondern auch sozial und kulturell vom Potenzial der Migranten zu profitieren;
  • der Migrationsdruck durch die wirksame Durchführung bestehender Maßnahmen zur Bekämpfung irregulärer Migration verringert wird. Diese Maßnahmen umfassen den Dialog und die Kooperation mit Drittstaaten, die Solidarität mit besonders betroffenen Mitgliedstaaten sowie gut funktionierende Grenzkontrollen und Visaverfahren;
  • im Jahr 2012 ein Gemeinsames Europäisches Asylsystem existiert, das Bedürftigen Schutz bieten soll. Nur über eine einheitliche Politik, die all diese Aspekte berücksichtigt, kann die EU in vollem Umfang von der Migration profitieren.

So sieht es aus: 

  1. In der EU halten sich etwa 20,2 Millionen Drittstaatsangehörige auf. Dies entspricht 4 % der gesamten EU-Bevölkerung (502,5 Millionen) und 9,4 % der geschätzten 214 Millionen Migranten weltweit.
  2. 2011 wurde etwa 343 000 Personen die Einreise in die EU verweigert, was gegenüber 2010 einen Rückgang um 13 % bedeutet. Im gleichen Jahr wurden rund 468 500 Personen aufgegriffen (weniger als 2010, als diese Zahl bei rund 505 000 lag). Rund 190 000 Drittstaatsangehörige (15 % weniger als 2010) wurden aus Mitgliedstaaten in ihr Land zurückgeführt.
  3. 2010 lag die durchschnittliche Beschäftigungsquote von Drittstaatsangehörigen zwischen 20 und 64 Jahren mit 58,5 % unter der Beschäftigungsquote der gleichaltrigen EU-Gesamtbevölkerung (68,6 %).
  4. 2011 wurden in den EU-Mitgliedstaaten über 302 000 Asylanträge gestellt, was im Vergleich zu 2010 einen erheblichen Anstieg um 16,2 % darstellt. Allerdings bleibt diese Zahl weit unter dem Spitzenwert von 425 000 Anträgen im Jahr 2001.
  5. 2011 wurden etwa 12,7 Millionen Schengen-Visa ausgestellt, mehrheitlich in der Russischen Föderation (40,7 %), gefolgt von der Ukraine (8,7 %), China (8,1 %) und der Türkei (4,7 %).
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Migration in der EU 2011: Dritter Jahresbericht

[Letzte Aktualisierung 4.6.12]

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