EU-Umfrage: Europäer pro Finanztransaktionssteuer (FTT)

Eine von Eurobarometer im Auftrag des Europäischen Parlaments zwischen dem 13. April und 2. Mai 2011 durchgeführte Meinungsumfrage zeigt eine eindeutige Unterstützung der Finanztransaktionssteuer (FTT) bei Bürgern aus den 27 EU- Mitgliedsstaaten. Demnach unterstützen 61 Prozent der (face-to-face befragten 26825) EU-Bürger die Einführung einer Finanztransaktionssteuer entweder global oder auch nur auf EU-Ebene.

81 Prozent davon sprechen sich sogar für die Einführung dieser Steuer aus, selbst dann wenn sie nur auf EU-Ebene erfolgen sollte. Die Mehrheit dieser Befürworter sehen diese Steuer als ein wirksames Mittel  um zukünftige Spekulationen  einzudämmen und neue Finanzkrisen zu unterbinden.
80 Prozent der Österreicher ebenfalls dafür!

TAX ON FINANCIAL TRANSACTION (TFT). Mit 80 Prozent Zustimmung zu einer Finanztransaktionssteuer liegen die Österreicher an erster Stelle der Befürworter dieser Spekulationssteuer in ganz Europa. Dahinter platzieren sich aber schon die Deutschen mit einer 70prozentigen Unterstützung! Und selbst in Großbritannien - mit Lodon eines der Hauptzentren des globalen Finanzwesens - sind rund zwei Drittel der Menschen für die Einführung einer "tax on financial transactions".

Europas Befürworter der "tax on financial transactions" wollen dies zu 41 Prozent als Schutz vor weiteren Finanzkrisen, zu 35 Prozent um die Verursacher der Finanzkrise an den Kosten zu beteiligen, zu 11 Prozent um die Budgetdefizite zu reduzieren und 10  Prozent begründen ihre Forderung mit Investitionen in den Umweltschutz und Maßnahmen gegen den Klimawandel.



Kaum Gegner. Nur 26 Prozent der in einem Face-to-face-Interview befragten Bürger der EU lehnen eine Finanztransaktionssteuer ganz oder teilweise ab. Gänzlich abgelehnt wird sie aber gerade mal von 11 Prozent.  13 Prozent wollen sich dazu noch nicht abschließend erklären.

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EUROPEANS AND THE CRISIS , PDF
European Parliament Eurobarometer (EB Parlemeter 75.2) Summary
Coverage:  EU 27 (26 825 European citizens)
Population:   Europeans aged 15 years or over
Methodology:   Face-to-face (CAPI) 
Fieldwork:   13 April - 02 May 2011, carried out by TNS opinion 
[Letzte Aktualisierung 23.7.11] 

Kommentare:

  1. "Egal, ob es sich um die Geschichte der Griechen, Römer, Araber, Spanier usw. handelt, die Ursache des Unterganges war immer in der Ökonomie zu suchen. Dabei spielten die Zinsen die entscheidende Rolle: Zinsen > Vermögenskonzentration > Verschuldung > Zinssklaverei > Dekadenz – Brot und Spiele > Gesetze/Steuerlast – Unruhen > Zusammenbruch"

    http://www.deweles.de/files/untergang.pdf

    Sich seit drei Jahrtausenden als absolut lernresistent zu erweisen, ist eine Leistung, die der "hohen Politik" so schnell keine andere Disziplin nachmachen kann. Dabei hatte sie zwei Jahrtausende Zeit, um die "banalsten Selbstverständlichkeiten" zu verstehen, die offensichtlich werden, wenn wir die beiden folgenden Zitate miteinander vergleichen:

    "Ihr habt gehört, dass gesagt ist: "Auge um Auge, Zahn um Zahn." Ich aber sage euch, dass ihr nicht widerstreben sollt dem Übel, sondern: wenn dich jemand auf deine rechte Backe schlägt, dem biete die andere auch dar. Und wenn jemand mit dir rechten will und dir deinen Rock nehmen, dem lass auch den Mantel. Und wenn dich jemand nötigt, eine Meile mitzugehen, so geh mit ihm zwei."

    Jesus von Nazareth

    "Man sagt es harmlos, wie man Selbstverständlichkeiten auszusprechen pflegt, dass der Besitz der Produktionsmittel dem Kapitalisten bei den Lohnverhandlungen den Arbeitern gegenüber unter allen Umständen ein Übergewicht verschaffen muss, dessen Ausdruck eben der Mehrwert oder Kapitalzins ist und immer sein wird. Man kann es sich einfach nicht vorstellen, dass das heute auf Seiten des Besitzes liegende Übergewicht einfach dadurch auf die Besitzlosen (Arbeiter) übergehen kann, dass man den Besitzenden neben jedes Haus, jede Fabrik noch ein Haus, noch eine Fabrik baut."

    Silvio Gesell

    Auch wenn unsere "lieben Theologen" die folgende Weisheit vorsorglich im vierten Jahrhundert verbrannten,...

    (Nag Hammadi Library / Dialog des Erlösers) "Der Herr sagte: Ihr habt alle Dinge verstanden, die ich euch gesagt habe, und ihr habt sie im Glauben angenommen. Wenn ihr sie erkannt habt, dann sind sie die Eurigen. Wenn nicht, dann sind sie nicht die Eurigen."

    ...hätte man durch Einschalten des Verstandes durchaus darauf kommen können, dass es nicht darum geht, den Menschen an das Geld anzupassen, sondern das Geld an den Menschen:

    http://www.deweles.de/files/apokalypse.pdf

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  2. Hinweis für die ganz Dummen:

    Eine "Finanztransaktionssteuer" muss wie alle Steuern in einer Zinsgeld-Ökonomie (zivilisatorisches Mittelalter) letztlich immer von der Mehrheit aller (noch) arbeitenden Zinsverlierer bezahlt werden, während die Zinsumverteilung von der Arbeit zum Besitz solange unangetastet bleibt, wie unsere seit jeher fehlerhafte Geld- und Bodenordnung so ist, wie sie (noch) ist:

    http://www.deweles.de/files/2010_gsm.pdf

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