Welthunger-Index 2011

Das Ausmaß des weltweiten Hungers ist noch immer "ernst" - auch im Jahr 2011 geben die Berechnungen des Welthunger-Index keinerlei Grund zur Entwarnung. 

Es sind vor allem die hohen und stark schwankenden Preise für Nahrungsmittel, die für arme Menschen immer weniger und immer schlechtere Nahrung bedeuten. Die höchsten Werte und damit den größten Hunger erleiden die Menschen in Südasien und Afrika südlich der Sahara. In 26 Ländern muss die Hungersituation als sehr ernst oder sogar gravierend bezeichnet werden. Der WHI ist zwar weltweit seit 1990 von 19,7 auf 14,6 gesunken, insgesamt also 26 Prozent. Dennoch bleibt der weltweite WHI-Wert auf einem Niveau, das als ernst eingestuft wird.

Trotz eines Rückgangs um 25  Prozent  weist die Region Südasien nach wie vor den höchsten WHI-Wert auf. Auch in Afrika südlich der Sahara ist die Hungersituation immer noch besorgniserregend, obwohl der WHI-Wert seit 1990 um 18  Prozent  gesunkenen ist. Besonders gravierend ist die Situation in der Demokratischen Republik Kongo, dort ist der WHI um 63  Prozent  gestiegen. Im Nahen Osten und Nordafrika fiel der WHI-Wert um 39  Prozent. Am größten war der Fortschritt in Südostasien sowie in Lateinamerika/Karibik mit einem Rückgang von je 44  Prozent.

Preise. Als drei wesentliche Ursachen des starken Preisanstieges für Nahrungsmittel sieht der Bericht die zunehmende Verwendung von Biokraftstoffen und Beimischquoten, in extremen Wetterereignissen, Spekulationen undWarentermingeschäfte mit Agrargütern, ...

Der Welthunger-Index (Abkürzung WHI) ist ein jährlich im Oktober erscheinender Bericht über den Welthunger auf globaler, kontinentaler und staatlicher Ebene. Im engeren Sinne ist der Welthunger-Index ein Zahlenwert, der sich aus den Anteilen von Unterernährten sowie von untergewichtigen und verstorbenen Kindern unter fünf Jahren zusammensetzt.

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Welthunger-Index 2011
Interaktive Karte: Welthunger-Index 2011
5.4.12/

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