[ #Euro ] Vom Tetradrachmen zum Euro: Österreichische Geldgeschichte

Tetradrachmen

Alles begann mit "griechischen" Münzen.

Historische Beispiele für die Rolle des Geldes als Motor der ökonomischen Entwicklung wie auch der gesellschaftlichen Integration sind die Weltreiche der Antike. Beide, Griechenland und Rom, verfügten über hoch entwickelte Geldsysteme, die das Fundament ihrer wirtschaftlichen Vormachtstellung bildeten und – bei fortschreitender Monetarisierung der Gesellschaft – auch die kulturellen und sozialen Beziehungen beeinflussten.

Die ersten Münzen traten auf dem Gebiet Österreichs Mitte des zweiten vorchristlichen Jahrhunderts auf. Es handelte sich um Prägungen mittelkeltischer Stämme (Vindeliker, Boier, Noriker), die nach griechisch-makedonischen Vorbildern gestaltet waren. Zentrum des Regnum Noricum (113 bis 15 v. Chr.), zu dem große Teile des heutigen Österreich zählten, war vermutlich der Kärntner Magdalensberg. Dort dürfte sich auch die Münzstätte des westnorischen Königsbundes befunden haben, wo um 70 vor Christus mit der Prägung eigener Tetradrachmen begonnen wurde.

Im Dezember 1923 erhielt die Regierung vom Nationalrat die Ermächtigung, Silbermünzen zum Nennwert von 5.000, 10.000 und 20.000 Kronen mit den Bezeichnungen Halbschilling, Schilling und Doppelschilling auszuprägen. Eine umfassende Währungsreform erfolgte ein Jahr später, als mit Gesetz vom 20. Dezember 1924 die Schillingrechnung eingeführt und ein Umrechnungskurs von 10.000 Kronen zu 1 Schilling festgelegt wurde.

Als Mitglied der Europäischen Union wirkt Österreich seit 1995 aktiv an der Gestaltung der Rahmenbedingungen für die europäische Wirtschafts- und Geldpolitik mit. Höhepunkt der europäischen Integration nach der Herstellung des gemeinsamen Binnenmarktes war die Einführung einer gemeinsamen Währung, des Euro, der bis Ende Februar 2002 schrittweise die nationalen Währungseinheiten abgelöst hat. Die letzte Stufe der Errichtung der Europäischen Wirtschafts- und Währungsunion begann mit 1. Jänner 1999. In elf Mitgliedsstaaten der Europäischen Union wurde der Umrechnungskurs zwischen den nationalen Währungen und dem Euro fixiert und eine einheitliche Geldpolitik vereinbart. Mit 1. Jänner 2001 wurde auch Griechenland in die Währungsunion aufgenommen.

Auf der Website der Österreichischen Natuionalbank befindet sich eine umfassende österreichische Geldgeschichte, beginnend mit der antiken Geldwirtschaft in Österreich bis zur Einführung des Euro:
  • Antike Geldwirtschaft im heutigen Österreich
  • Geld und Handel zur Zeit des Silberpfennigs
  • Die Krise des mittelalterlichen Münzwesens
  • Das Aufkommen der „groben Sorten“
  • An der Schwelle zur Neuzeit – Innovatives Land Tirol
  • Das Zeitalter des Talers
  • Reform und Krise – Die Ära der Konventionsmünzen
  • Gulden und Kronen
  • Schilling-Banknoten der OeNB
  • Vom Schilling zum Euro
  • Literatur
[Heimat Politik Menschen]

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