Medienpolitischer Paradigmenwechsel: Digitalisierung als Chance



Die Debatte drehte sich immer wieder um die Frage, ob Print auf Dauer eine Chance gegen digitale Informationen habe. Die gute alte Zeitung gegen die schnelle Information im Netz. Zwei Welten, die als unvereinbar empfunden wurden. Die Aufhebung der vermeintlichen Unvereinbarkeit von Print und Netz dokumentierte die eher dem Traditionellen verhaftete NZZ, als sie Ende 2011 die Zusammenlegung ihrer Print- und Onlineredaktionen beschloss.

Dieser offensichtliche Paradigmenwechsel bedeutet noch nicht die Lösung der Probleme, aber er verrät eine neue Dynamik für die Zukunft.

Leif Kramp und Stephan Weichert, die Autoren dieser Studie, beobachten seit Jahren die Entwicklungen im Journalismus. Für die Friedrich-Ebert-Stiftung haben sie zuletzt 2009 unter dem Titel „Das Verschwinden der Zeitung?“ internationale Trends und medienpolitische Problemfelder aufgezeichnet. In der neuen Studie haben sie in mehr als 200 Interviews mit
Journalisten, Verlegern, Medienpolitikern und Medienwissenschaftlern wichtige Hinweise geliefert, wie die Medienlandschaft die Digitalisierung als Chance nutzen kann.

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Innovationsreport Journalismus: ökonomische, medienpolitische und handwerkliche Faktoren im Wandel / Leif Kramp ; Stephan Weichert. - [Electronic ed.] - Bonn : Friedrich-Ebert-Stiftng, Politische Akad., Medienpolitik, 2012 - 260 S. = 2,6 MB PDF-File - ISBN 978-3-86498-031-2 - Electronic ed.: Bonn : FES, 2012

Geleitwort 3
Thesen und Handlungsempfehlungen 8
Theses and Recommendations 15
1. Innovationsreport Journalismus: „What is the right balance?“ 21
2. Ökonomische, medienpolitische und handwerkliche Faktoren
 im Wandel – Überblick  26
 2.1 Innovation als schöpferische Zerstörung: Theoretische Grundlagen 26
 2.2 Vorreiter und Vorboten: Journalistische Innovationen in USA, Großbritannien und Frankreich 38
  2.2.1 Zwischen verpassten Chancen und Technologiegläubigkeit 39
  2.2.2 Innovationsbereiche im Journalismus: Best Practice  47
  2.2.3 Crossmedia-Strategien in Zeitungsverlagen: Internationale Beispiele 80
 2.3 Zwischenfazit 91
3. Innovationen im deutschen Journalismus: Ergebnisse der Fragebogenerhebung 94
 3.1 Methodisches Vorgehen der Untersuchung 94
  3.1.1 Gesamtstichprobe der Fragebogenerhebung 95
  3.1.2 Rücklauf und statistische Verteilung der Befragungsergebnisse 101
  3.1.3 Konzeption des Fragebogens 104
 3.2 Analyse und Diskussion der Fragebogenerhebung 106
  3.2.1 Chancen und Gefahren für den Journalismus 107
  3.2.2 Relevanz künftiger Informationsangebote 120
  3.2.3 Konzentration journalistischer Angebote 127
  3.2.4 Neue journalistische Vermittlungsformen 133
  3.2.5 Innovationsfelder im Journalismus 139
  3.2.6 Journalistische Neuerungen in Deutschland 145
  3.2.7 Innovationen und ihre Verantwortlichen 151
  3.2.8 Mischfi nanzierung der Pressewirtschaft 158
  3.2.9 Tragfähige Erlösmodelle in deutschen Medienhäusern164
  3.2.10 Online-Engagement öffentlich-rechtlicher Rundfunkanstalten169
  3.2.11 Perspektiven journalistischer Finanzierungsmöglichkeiten 174
  3.2.12 Potenziale des „dritten Wegs“ zur Presseförderung 181
  3.2.13 Staatliche Subventionen im Pressesektor 187
  3.2.14 Auswirkungen auf den Journalismus durch „dritten Weg“ 192
  3.2.15 Kooperationsbedarf mit externen Bildungseinrichtungen 196
  3.2.16 Ergänzende Aspekte 202
4. Resümee 211
Anhang:
 I. Porträts Medien- und Journalismuslabore 217
 II. Teilnehmer der Befragung 234
Literaturverzeichnis 243
Tabellen- und Abbildungsverzeichnis 258
Die Autoren 260

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